Nach dem Brand in der Asylunterkunft in Biberist von Mittwochmorgen ist klar, dass das Gebäude nicht mehr bewohnbar ist. Nach einem technischen Defekt in der Deckeninstallation war die Holzbaracke ausgebrannt.

Der Sachschaden beträgt mehrere 10'000 Franken. Das Gebäude wird abgerissen, bestätigt Stefan Hug, Leiter zentrale Dienste in Biberist.

Sie hatten Todesangst

Sie hatten Todesangst

Die Asylunterkunft in Biberist brannte gestern Nacht komplett nieder. Die Bewohner konnten sich retten, stehen nun aber vor dem Nichts. Sie haben alles verloren. (31.8.2016)

Ein neue Unterkunft als Ersatz werde voraussichtlich nicht gebaut. In der Zwischenzeit waren die zehn Asylsuchenden in der Militärunterkunft in Biberist untergebracht worden. Nun sind sie in das kantonale Asylzentrum auf dem Bleichenberg gezügelt. Dort besteht noch freier Platz.

Diese Unterkunft hatte der Kanton letztes Jahr eingerichtet. 30 Asylbewerber waren vergangenen Herbst dort eingezogen, vorwiegend waren es Familien aus Syrien. Dass es sich bei den neuen Bewohnern um alleinstehende Männer handelt, stelle vorderhand kein Problem dar, sagt Hug.

«Langfristige Lösung»

«Wir können uns vorstellen, dass dies eine langfristige Lösung ist und die Leute auf dem Bleichenberg bleiben werden», sagt Hug. Mit dem Kanton, der die Aussenstation der ehemaligen Strafanstalt Schöngrün von Landwirt Urs Zuber mietet, bestehe eine mündliche Vereinbarung.

Geplant ist, einen Untermietvertrag für die langfristige Unterbringung abzuschliessen. Dies sei jedoch von den Konditionen abhängig, die man mit dem Kanton aushandeln werde, so Hug. «Ich hoffe, wir finden eine gute Lösung.» (crs)