Oberdorf
Hier wird in schwindelerregender Höhe gearbeitet

Die Aussensanierung der Pfarr- und Wallfahrtskirche von Maria Oberdorf läuft. Diese Woche wurden drei von vier Zifferblätter für die Sanierung abtransportiert. Das Turmkreuz soll vor Ort neu vergoldet werden.

Rahel Meier
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Die Kirche Oberdorf ist komplett hinter dem Gerüst versteckt
13 Bilder
Das Dach wird komplett neu aufgebaut und wieder mit Biberschwanzziegeln gedeckt.
Aussensanierung der Kirche in Oberdorf SO
Der Glockenturm
Ein Zifferblatt bleibt am Kirchturm, dieses wurde bereits vor einigen Jahren restauriert.
Das Turmkreuz
Das Turmkreuz bleibt und wird direkt vor Ort restauriert.
Das ist möglich, weil es vor nicht allzu langer Zeit bereits einmal restauriert wurde.
Aussicht von ganz oben
Gut festgezurrt werden die demontierten Zifferblätter in die Werkstatt transportiert (

Die Kirche Oberdorf ist komplett hinter dem Gerüst versteckt

Hansjörg Sahli

Zurzeit wird die Pfarr- und Wallfahrtskirche von Maria Oberdorf einer Aussensanierung unterzogen. Es geht dabei um die Instandstellung der Fassaden Nord und Ost, der Chorfassaden, sowie die Sanierung des Daches.

Die Kirche und ihr Turm überragen auch heute noch, obwohl viel rundherum überbaut wurde, die übrigen Häuser. So ist denn auch der eingerüstete Turm schon von weitem zu sehen. Die Kirche ist eigentlich vor allem für ihr Inneres bekannt: Das einzige vollständig erhaltene Wessobrunner Ensemble in der Schweiz ist schönster Hochbarock.

Das Verdienst der Wessobrunner besteht vornehmlich in der Wölbung des Kirchenraumes und in der festlichen Dekoration des Innern mit Stuckaturen. Der Turm wurde um 1500 erbaut und weist spätgotische Bogenöffnungen im Erdgeschoss auf. 1764 wurde er um ein Glockengeschoss erhöht und mit einer welschen Kugelhaube, mit Laterne und Zwiebel versehen. Die Pfarr- und Wallfahrtskirche ist im Kulturgüterschutz-Inventar des Bundes als Objekt von nationaler Bedeutung eingestuft. Kantonal steht sie seit 1943 unter Schutz.

Diese Woche wurden drei der vier Zifferblätter am Turm entfernt und in die Werkstatt nach Sumiswald gefahren, wo sie restauriert werden. Eigentlich sollte auch das Turmkreuz abgenommen werden. Es zeigte sich aber vor Ort, dass das Kreuz in einem relativ guten Zustand ist und die nötigen Arbeiten direkt vor Ort vorgenommen werden können.

In rund sechs Wochen dürften die Zifferblätter bereits wieder angebracht werden. Zurzeit wird vor allem am Rückbau des bestehenden Ziegeldaches und dem neuen Dachaufbau mit Holzschalung, Unterdach, Konter- und Ziegellattung sowie dem Doppeldach aus bestehenden und nachgelieferten Biberschwanzziegeln gearbeitet.

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