Horriwil

«Hier ist einiges falsch gelaufen» – Rund um Dorfzentrum-Gestaltungsplan sind Diskussion und Konsens gesucht

Der Gemeinderat möchte mit dem Gestaltungsplan im Dorfzentrum vorwärtsmachen.

Der Gemeinderat möchte mit dem Gestaltungsplan im Dorfzentrum vorwärtsmachen.

Der Horriwiler Gemeinderat beschäftigt sich intensiv mit dem Gestaltungsplan Dorfzentrum Nord. Der Regierungsratsbeschluss wurde akzeptiert, nun müssen die Einsprachen gegen den Gestaltungsplan behandelt werden.

Mitte Februar wurde Martin Rüfenacht als Gemeindepräsident gewählt und am 22. Februar offiziell vereidigt. Seit seinem Amtsantritt am 1. März hat er viel Zeit für die Bearbeitung des Projektes «Gestaltungsplan Dorfzentrum Nord» aufgewendet. «Hier ist einiges falsch gelaufen», meint er während eines Gespräches und geht dann zur Zukunft über.

Der Gemeinderat Horriwil hat den Regierungsratsbeschluss von Ende März akzeptiert. «Das ist der einzige Weg, auf dem wir irgendwann wieder zu einer konstruktiven Diskussion auch mit der Bauherrschaft zurückfinden.» Das heisst unter anderem, dass die Einsprachen gegen den Gestaltungsplan behandelt werden müssen. Nach Rücksprache mit einem Juristen hat sich der Gemeinderat dazu entschieden, die Einsprachen einzeln zu sichten und zu würdigen. «Wir haben die Texte, wir haben das Protokoll der Einspracheverhandlung, die seinerzeit geführt wurde», so Rüfenacht.

In den nächsten zwei Wochen sollen alle Einsprachen beantwortet und auch die Bauherrschaft detailliert informiert werden «Wir haben eine Frist, die uns der Regierungsrat gesetzt hat, und wir müssen bis Anfang Juli das Nutzungsplanverfahren durchführen», so Rüfenacht. 

Unglücklich mit heutiger Situation

Der Gemeindepräsident geht davon aus, dass der Gemeinderat den Gestaltungsplan mit geringfügigen Auflagen genehmigen und daraufhin dem Regierungsrat unterbreiten werde. Was sind geringfügige Änderungen? «Einwendungen der Beschwerdeführer beispielsweise», erklärt Rüfenacht. Und macht klar, dass der Gemeinderat Horriwil das Bauen im Zentrum nicht verhindern möchte, aber unglücklich sei mit der heutigen Situation und der heutigen Planung.

Die Bauherrschaft möchte beispielsweise ihr Projekt in Etappen umsetzen und zu jedem Mehrfamilienhaus eine eigene Einstellhalle bauen. «Wir hätten den Baulärm lieber auf einmal, und vor allem möchten wir nur eine Ein- und Ausfahrt und eine gemeinsame Einstellhalle», erklärt Rüfenacht. Mit der heutigen Planung sei zudem die Bürgergemeinde extrem benachteiligt, weil ihr Grundstück praktisch wertlos sei. Auch würden die ortsbaulichen Leitlinien und der vorgelegte Gestaltungsplan nicht miteinander übereinstimmen. Man sei zudem in Kontakt mit den kantonalen Behörden. «Für uns wäre die Erschliessung auf die Kantonsstrasse einfacher, als in die Quartierstrasse. Es wird noch viele Diskussionen geben», so Rüfenacht.

Der Gemeindepräsident hat aber auch erfreuliche Nachrichten. «Wir haben zwei ernsthaft interessierte Investoren, die sich vorstellen könnten, den Südteil, der grösstenteils der Gemeinde gehört, zu überbauen.» Möglicherweise könnte sich mit den Neubauten auch die Verkehrs- und Parkiersituation im Dorf entschärfen. «Einige Eigentümer aus dem ‹Dörfli› möchten in der neuen Einstellhalle Parkplätze zumieten.»

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