Kriegstettem

Gute bis gar grossartige Vorträge: Das sind die Sieger des 32. Wasserämter Musikwettbewerbs

Der 32. Wasserämter Musikwettbewerb bot verschiedene Beiträge von Solisten und Ensembles.

Der 32. Wasserämter Musikwettbewerb fand diesmal nicht im vertrauten Singsaal Biberist, sondern in der Mehrzweckhalle Kriegstetten statt. Das Publikum kam in den Genuss von insgesamt 28 begeisternden Vorträgen. Begonnen wurde am Morgen mit den Bläsern. Sie standen schon am Ursprung des Wettbewerbs im Zentrum. Er entstand nämlich auf Initiative von damaligen Dirigenten von vier Musikvereinen im Wasseramt. Er wurde zunächst Bestandteil des Wasserämter Musiktages. Gerichtet war er an Bläser von allen Instrumenten, welche in der Blasmusik verwendet werden. Mit der wachsenden Bedeutung der Perkussion genau in der Entstehungszeit des Wettbewerbes wurden bald danach entsprechende Kategorien angefügt.

Mangelndes Verständnis und fehlende Infrastruktur gefährdeten den Wettbewerb. Diesen wollten engagierte Musiklehrkräfte keinesfalls sterben lassen. Sie lösten den Wettbewerb vom Wasserämter Musikverband ab und führen ihn seither mit einem eignen OK selber durch. Von Beginn an war er für alle Altersklassen offen, sowohl für Solisten wie für Ensembles. Aber seit Jahren gab es keine Anmeldungen mehr für Erwachsene. Überhaupt wurden die Kategorien kleiner. Man war jedoch im OK entschlossen, dem Beteiligungsrückgang entgegenzuwirken.

Zusätzliche Instrumente

Der Not gehorchend wurde mit weiteren zusätzlich eingeführten Instrumenten das Überleben des Wettbewerbes gesichert. In den letzten Jahren konnte nun die Beteiligung konstant gehalten werden. Aus dieser Sicht ist die Zahl von diesmal 14 Bläservorträgen erfreulich. Es waren gute, teils sogar grossartige Vorträge. Schon die drei jüngsten der Kategorie A bewiesen auf dem Saxofon erstaunlich viel musikalisches Gespür. Der Kategoriensieger Nezar Fawzy lag mit seinen 56 Punkten nur um 0.25 vor seinen punktgleichen Konkurrenten. Bei der Kategorie B (Solisten Jahrgänge 2003 bis 2006) trafen drei Klarinetten, ein Cornet, eine Posaune und sogar eine Altblockflöte aufeinander. Natürlich wurde es da angesichts der sauberen Vorträge eng in der Rangliste. Das galt aber auch diesmal nicht für die Seriensiegerin Mira Hostettler. Die junge Klarinettistin aus Gerlafingen brillierte diesmal mit dem «Concerto in B» für Klarinette und Orchester von Franz Anton Hoffmeister.

Tolle Solovorträge gab es auch bei den Streichern und auf dem Klavier. Solche fehlten bei den Perkussionisten ganz, bei der Gitarre beinahe. Ihre Instrumente kamen aber in Ensembles zum Einsatz. Gerne gehört werden jeweils die Ensemblevorträge der Bläser. Hier setzten sich «Heris heisse Hölzer», ein Quintett aus Biberist mit Rohrblatt-Instrumenten an die Spitze. Das einzige Brass-Ensemble musste den zweiten Rang mit dem Holzquartett «005» aus Derendingen teilen. «Kela» ein Holz-Quartett, wie die Brasser aus Lohn-Ammannsegg, spielte als einzige eine Kategorie höher. Abgeschlossen wurde der Wettbewerb mit zwei Vorträgen des zuletzt eingeführten Faches, Sologesang. Gebannt lauschte das Publikum den von Klavier begleiteten Duetten. Beide wurden mit extrem hohen Noten belohnt.

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