Oberdorf
Gülle verschmutzte Wasser – Können die Kosten auf den Bauern abgewälzt werden?

Drucken
Teilen
Gülle eines Bauernhofs führte zur Verschmutzung des Trinkwassers. (Symbolbild).

Gülle eines Bauernhofs führte zur Verschmutzung des Trinkwassers. (Symbolbild).

KEYSTONE/URS FLUEELER

Der Gemeinderat musste zur Kenntnis nehmen, das sich in der Schutzzone der Obermattquelle ein Vorfall ereignet hat. Ein Bauer hatte Gülle ausgetragen und diese gelangte in die Wasserversorgung. Aus diesem Grund musste Wasser verworfen und Wasser in Langendorf eingekauft werden.

Zusätzlich wurden etliche Mannstunden investiert, bis das Wasser wieder einwandfrei war. Der Gemeinderat möchte nun wissen, ob er die Kosten an den Verursacher überwälzen kann. Mindestens möchten die Behörden den Fehlbaren verwarnen. Was möglich ist, wird nun mit den zuständigen kantonalen Behörden abgeklärt.

Erneut diskutiert wurde auch der Grundsatzentscheid, wie mit Beitragsgesuchen von auswärtigen Vereinen umzugehen ist. Bisher hat der Gemeinderat Oberdorf Beiträge, die jährlich ausgerichtet werden, nur an einheimische Vereine bezahlt. Auswärtige, die ein Gesuch stellten, wurden einzeln beurteilt und je nachdem wurde ein Beitrag gesprochen oder das Gesuch abgelehnt. Die neuen Gemeinderäte hinterfragten diese Regelung. Schliesslich wurde aber entschieden, sie weiterhin wie gehabt beizubehalten.

Souverän entscheidet

Schliesslich hat der Gemeinderat die Botschaft für die Urnenabstimmung vom 4. März verabschiedet. Dann muss die Stimmbevölkerung über den geplanten Umbau des Gemeindehauses für 2,7 Mio. Franken entscheiden. Das Gebäude steht seit dem Auszug der Raiffeisenbank im Jahr 2010 teilweise leer. Neu soll die Gemeindeverwaltung im Erdgeschoss angesiedelt werden. Im Obergeschoss sollen vier Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen eingebaut werden, die man vermieten möchte. (rm)

Das Gemeindehaus

Das Gemeindehaus

Rahel Meier

Aktuelle Nachrichten