Rechnung
Grundstücks-Verkauf beschert Aeschi einen satten Überschuss

Dank einem Grundstückverkauf schliesst die Rechnung der Gemeinde Aeschi weitaus besser ab, als budgetiert.

Rahel Meier
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Das Grundstück im Lörenacker, auf dem seniorengerechte Wohnungen gebaut werden, bescherte der Gemeinde einen satten Überschuss.

Das Grundstück im Lörenacker, auf dem seniorengerechte Wohnungen gebaut werden, bescherte der Gemeinde einen satten Überschuss.

Rahel Meier

Budgetiert war für 2017 ein Aufwandüberschuss von 30'000 Franken. Am Dienstagabend konnten die Verantwortlichen aber einen Ertragsüberschuss von 1,392 Mio. Franken präsentieren. Die Besserstellung sei vor allem auf den Verkauf des Grundstückes im Lörenacker zurückzuführen, welcher 971'643 Franken Gewinn in die Kasse spülte, erklärte Gemeindepräsident Stefan Berger den 29 anwesenden Stimmberechtigten.

Zudem wurde die Berechnung des Steuervorbezuges angepasst, was eine einmalige Besserstellung von 140'000 Franken ergab. Die ordentlichen Steuerträge entwickeln sich in Aeschi ebenfalls positiv und liegen rund 130'000 Franken über Budget. 530 479 Franken sollen für zusätzliche Abschreibungen verwendet werden. 861 543 Franken werden dem Eigenkapital zugewiesen.

Dieses beläuft sich per Ende 2017 auf 2,293 Mio. Franken. Die Spezialfinanzierungen schlossen unterschiedlich ab. Alle weisen per Ende Jahr ein Eigenkapital auf.
Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf 1,151 Mio. Franken. Bei den einzelnen Projekten hätten sich Verschiebungen ergeben. Insbesondere wurde beim Projekt Netzumbau Gemeinschaftsantenne weit mehr investiert als vorgesehen. «Im Gesamten dürfte der Umbau aber günstiger werden, als wir ursprünglich dachten», so Berger.

Per Ende 2017 konnten fünf Verpflichtungskredite abgeschlossen werden. Die Umrüstung der Beleuchtung auf LED schloss unter Budget ab. Ebenso die Erneuerung der Wasser- und der Abwasserleitung in der Gallishofstrasse. Abgeschlossen ist auch die Anschaffung des neuen Tanklöschfahrzeuges. Teurer als budgetiert wurde einzig die Anschaffung von Hard- und Software. Berger ging auf einige der Budgetposten speziell ein.

So etwa auf den Betrag von 12'025 Franken für das Installieren von Lärmschutztunneln bei der Schiessanlage. «Ohne diese hätten wir das Feldschiessen nur noch alle drei Jahre durchführen können.» Die Gemeinde hat zudem eine Occasions-Wischmaschine gekauft. Damit sei man nicht mehr darauf angewiesen, eine Maschine zu mieten. Weiter machte Berger darauf aufmerksam, dass sich die Beträge im Bereich Sozialhilfe stabilisiert haben. «Die Massnahmen greifen.»

Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt. Ebenso haben die Stimmberechtigten das Reglement über die Feuerungskontrolle aufgehoben und dem Beitritt zur neuen Organisation GA Buchsi AG zugestimmt. Diese löst die bisherige Organisation der Gemeinschaftsantenne Herzogenbuchsee ab. Aus der bisherigen einfachen Gesellschaft wird neu eine Aktiengesellschaft.

Viele Stunden Arbeit geleistet

Am Ende der Gemeindeversammlung wurde Emil Widmer verabschiedet. Er hat viele Jahre für Ordnung auf dem Steinhof gesorgt. Dazu gehörte ebenso das Aufräumen von Abfall, wie die sonstigen Arbeiten in der Umgebung des erratischen Blockes und rund um das Feuerwehrmagazin.

Stefan Berger informiert darüber, dass die Sanierung der Bushaltestelle Kirche aufgeschoben wurde. Bis Ende 2019 werde das Busangebot im ganzen Kanton überprüft. Die Haltestelle werde saniert, wenn klar sei, ob sie weiter an dieser Stelle benötigt werde, oder allenfalls die Linienführung ändere.

Gemeinderat Thomas Steimer machte kurz darauf aufmerksam, dass sich die Homepage der Gemeinde in der Überarbeitung befinde. «Die neue Homepage soll moderner werden. Zudem wollen wir ein Logo für Aeschi kreieren.» Stefan Berger freute sich zudem darüber, dass voraussichtlich noch diesen Monat mit dem Ausbau des Glasfasernetzes im Steinhof begonnen wird. Auch die Freileitungen würden nächstes Jahr in den Boden verlegt.