Kiesabbau

Grünes Licht für weiteren Kiesabbau im Haulital

Ein Lastwagen bringt Material zum Wiederauffüllen der Kiesgrube Haulital. uby

Ein Lastwagen bringt Material zum Wiederauffüllen der Kiesgrube Haulital. uby

Die Bürgergemeinde kann noch bis 2022 Kies im Westen der Grube im Haulital abbauen. Dann muss diese erweitert werden. Zum Start des Planverfahrens musste der Einwohner-Gemeinderat seine Zustimmung geben.

Bürgerammann Daniel Furrer musste im Gemeinderat keine grosse Überzeugungsrede führen. Die Erweiterung der Kiesgrube im Haulital war dort unbestritten. 2022 wird das Kiesvorkommen im Westen der Grube erschöpft sein. Es braucht ein neues Abbaugebiet, das im Osten anschliessend an die bestehende Grube gefunden wurde. Der Kiesabbau soll damit bis 2039 gesichert sein. Im kantonalen Richtplan wurde die Erweiterung nach Osten bereits aufgenommen und gutgeheissen. Allerdings mit der Auflage, dass im Nutzungsplanverfahren nachzuweisen ist, dass eine Quelle von Lüsslingen-Nennigkofen mit der Erweiterung nicht beeinträchtigt wird. Diese Auflage erfolgte auf eine Einsprache der Nachbargemeinde.
Weil der Einwohner-Gemeinderat die Planungsbehörde ist, hatte dieser nun sein Okay zu geben zum weiteren Planungsverfahren, das zur Auflage der Erweiterung führen wird. Laut Bürgerammann sind eine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine Mitwirkung der Bevölkerung sowie der Gemeinden vorgesehen. Dennoch wurden von den Anwesenden die beiden heiklen Themen im Zusammenhang mit dem Kiesabbau im Haulital angesprochen. Max Meier befürchtete Mehrverkehr und fragte sich, ob bauliche Massnahmen zur Beruhigung des Verkehrs nötig seien.

Daniel Furrer widersprach in Bezug auf Mehrverkehr, weil die Lastwagen inzwischen grössere Ladekapazitäten aufweisen. Zudem habe gerade in den letzten zwei Jahren der Verkehr eher abgenommen, weil weniger abgebaut wurde. In Bezug auf bauliche Massnahmen verweist der Bürgerammann auf die Besitzer der Strassen, Kanton und Gemeinde. Gemeindepräsident Roger Siegenthaler ist überzeugt: «Die neuralgischen Punkte bringen wir nicht weg». Er plädierte deshalb dafür, zu schnell fahrende oder rücksichtslose Lenker jeweils sofort zu melden.

Quellwasser soll nicht versiegen

In Bezug auf das zweite problematische Thema, die Quelle der Nachbargemeinde, verwies Daniel Furrer auf die hydrologischen Berichte des Kantons. Jährlich soll eine Kontrolle durchgeführt werden. Roger Siegenthaler ergänzte: «Hier haben wir nichts zu sagen. Der Kanton muss prüfen, ob die Gutachten stimmen.»

Seit 1979 betreibt die Bürgergemeinde Lüterkofen-Ichertswil die Kiesgrube Haulital, wo im Mittel pro Jahr 29 000 Kubikmeter Kies abgebaut werden. Die Infrastruktur der bereits bestehenden Grube kann mit der Erweiterung grösstenteils weitergenutzt werden. Der An- und Abtransport von Material würde wie bisher durch Lastwagen erfolgen. Mit Ausnahme einer kurzen Erschliessungsstrasse durch den Wald könnten die bereits bestehenden Verkehrswege der Grube weiterverwendet werden. Die im Wald liegende Kiesgrube wird am Ende ihrer Nutzung wieder geschlossen und aufgeforstet.

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