Gemeindeversammlung

Grünes Licht für Deitingens Bausekretariat

Deitingen erhält ein neues Bausekretariat.

Deitingen erhält ein neues Bausekretariat.

Die Gemeindeversammlung bewies dem Gemeinderat ihr Vertrauen: Die 44 Stimmberechtigten genehmigten die Rechnung und das neue Bausekretariat einstimmig. Es gab dazu weder Wortmeldungen noch Gegenstimmen.

Da die Bauverwaltung stark ausgelastet ist und die Arbeitsflut zugenommen hat, soll der Bauverwalter Markus Schwarzenbach neu durch ein Bausekretariat mit 20 Stellenprozenten unterstützt werden. Dies beschloss die Gemeindeversammlung einstimmig. Ebenfalls einstimmig genehmigt wurde die Rechnung, welche einen erfreulichen Ertragsüberschuss verzeichnet, obschon die Prognosen im Vorfeld düster aussahen. Anstelle des budgetierten Aufwandüberschusses von 202'400 Franken resultiert ein Ertragsüberschuss von 225'620 Franken. Grund: Die drei grossen Kostentreiber Bildung, Soziale Wohlfahrt und Verwaltung haben allesamt geringere Kosten verursacht als im Vorjahr, die Steuereinnahmen hingegen sind deutlich angestiegen.

Michael Tüfer, Ressortleiter Finanzen, erklärte, dass die Steuereinnahmen der natürlichen Personen um fünf, jene der juristischen Personen sogar um zwanzig Prozent höher seien als im Vorjahr. Die Steuerkraft pro Einwohner liege mit rund 2800 Franken zwar deutlich über dem Durchschnitt des Wasseramts, sei im Vergleich zum ganzen Kanton aber eher tief.

Der Ertragsüberschuss wird mit dem vorhandenen Bilanzfehlbetrag verrechnet, womit sich dieser auf 104'323 Franken reduziert. Zwar könne man die Nettoinvestitionen von 671'254 Franken vollständig durch eigene Mittel finanzieren, von der Eigenkapitalbildung sei man aber leider noch weit entfernt. Die Nettoschuld pro Kopf beträgt 1959 Franken.

Es sind Wohnungen frei

Ein weiterer Grund für den guten Rechnungsabschluss sei auch die sehr erfolgreiche Jahresrechnung der Dorfzentrum AG. Gemeindepräsident Bruno Eberhard sprach von einem Rekordjahr seit Gründung, welches man der Vollbelegung aller Wohnungen verdanke. Weniger erfreulich sei hingegen der aktuelle Vermietungsstand, so Eberhard: «Eine Wohnung ist frei, drei weitere wurden bereits gekündigt.» So viele Wohnungen wie jetzt seien seit Gründung des Dorfzentrums noch nie zu besetzen gewesen. Die Gewerbeflächen hingegen seien noch alle vermietet, wobei die Betonung wohl auf das «noch» gelegt werden müsse. «Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Post in Deitingen ein Agenturmodell anstrebt», sagte der Gemeindepräsident. Am 13. Juni gebe es dazu einen Informationsanlass, eine Kündigung sei allerdings noch nicht eingereicht worden.

Ausserdem teilte Eberhard mit, dass auch der Wärmeverbund, eine gemeindeeigene Tochtergesellschaft, einen leichten Gewinn von 14 000 Franken verzeichne. Die Fusion der Sozialdienste Wasseramt Ost und Süd wurde von der Versammlung bei nur einer Gegenstimme deutlich und diskussionslos genehmigt. Im Weiteren wurde die neue Gemeinderätin Sabine Scheidegger vorgestellt, sie wird ab 1. August den demissionierenden Martin Joss ersetzen.

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