«Es ist wirklich beschämend, dass sich Nachbargemeinden aus der Solidarität verabschieden.» Gemeindepräsident Beat Muralt meinte an der Gemeinderatssitzung Kriegstetten, das den Austritt aus dem Zweckverband Freibad Eichholz erwägt.

«Die gesamte Bevölkerung unserer Region profitiert von der top unterhaltenen Anlage», bezog er sich auch auf Schulpartner Recherswil, der ebenso auf eine Beteiligung am Gesamtunterhalt und an der Mitträgerschaft am Schwimmbad verzichtet.

Die Gemeinderatsmitglieder sahen dies ebenso. Zum Thema wurde die Badi, weil die Gemeindeversammlung am 7. Dezember auf Antrag des Kantons ebenso wie die Eichholz-Anschlussgemeinden Biberist, Derendingen, Gerlafingen, Halten, Kriegstetten die vorgenommenen Statutenanpassungen der letzten Jahre nachträglich beschliessen muss. In der Sache selbst war der Rat einverstanden.

Grossinvestition für die Schule

Die Primarschulhauserweiterung mit Sanierung des Altbaus und einer Neugestaltung der Umgebung für 5.85 Mio. Franken bestimmt den Finanzhaushalt der Gemeinde in den nächsten Jahren. Mit diesem Schritt, für den die Marschrichtung jetzt festgelegt wurde, zeigte sich der Rat einverstanden.

Baupräsident Urs Loosli und Vizegemeindepräsident Stefan Zumbrunn waren von Qualität und Zweckmässigkeit des Projektes, das der Bevölkerung bereits vorgestellt wurde, überzeugt. Stefan Krieg – das «Finanzgewissen» der Gemeinde – war ebenso froh wie Claudia Müller, dass die Ästhetik stimme und hier kein Denkmal gebaut werde.

Thomas Mikolasek sah zusätzlich eine Chance zur besseren Gestaltung eines Dorfkerns, der hier mit der Schaffung einer Begegnungszone möglich werde. Der Gemeinderat bewilligte zuhanden der Gemeindeversammlung den Baukredit.

Positives Budget

Zur zweiten Lesung des Budgets hatte der externe Finanzverwalter Ruedi Ziegler nochmals alle Positionen überarbeitet, die jetzt im Rat zur Kenntnis genommen oder modifiziert wurden. Das Budget für die Erfolgsrechnung weist einen Aufwand von rund 4,2 Mio. Franken und einen Ertragsüberschuss von 162 200 Franken aus.

Darin enthalten sind die Erneuerung der Informatikanlage der Kreisoberstufe Gerlafingen(34 460 Franken), die Belagssanierung Waldstrasse (25 000 Franken) und die Nachführung des Werkkatasters mit einer Jahrestranche von 5000 Franken als nicht wiederkehrende Aufgaben. Die Nettoinvestitionen von 1.99 Mio. Franken können im kommenden Jahr aus eigenen Mitteln finanziert werden. Erst im Folgejahr wäre eine Kreditaufnahme nötig.

Zu den Investitionen der nächsten Periode zählen ein Anteil Schulhaus mit 1.8 Mio. Franken und der Ersatz der Werkleitungen in der Hofstatt für 205 000 Franken, wie Diego Bortignon, Präsident der Uweko (Umwelt-Werk-Kommission) ausführte. Gemäss ihm ist die Erneuerung der Leitungen an der Hauptstrasse mit der frühestens 2021 durch den Kanton vorgesehenen Belagssanierung zu koordinieren.

Obwohl der Schulhausbau in den nächsten Jahren Priorität habe, «müssen wir dringende Projekte im Strassen- und Tiefbau dennoch erledigen», hielt Claudia Müller fest.

Keine Steuersenkung geplant

Weil die Gemeinde weiterhin gut situiert ist, verbleibt der Steuerfuss für beide Kategorien auf 105 Prozentpunkten. Mit der Unternehmenssteuerreform III zeigen sich laut Gemeindepräsident allerdings dunkle Wolken am Horizont. Obergerlafingen würde dann bei den aktuellen Steuereinnahmen durch juristische Personen von 450 000 Franken die Hälfte an Einkünften verlieren. Das könnte zu einer Änderung der Steueranlage zwingen.