Biberist
Grosser Andrang: 300 Leute besuchten die Vorstellung der Seniorenbühne

300 Personen wollten am ökumenischen Anlass in der Biberister Biberena die Seniorenbühne sehen. Diese führt seit 1995 an verschiedenen Orten Aufführungen durch.

Agnes Portmann-Leupi
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Die Frauengruppe nimmt die Männer ins Visier.

Die Frauengruppe nimmt die Männer ins Visier.

APB

Wenn an einem Mittwochnachmittag im Januar zahlreiche ältere Leute in der Biberena eintreffen, dann steht ohne Zweifel der ökumenische Nachmittag mit der Seniorenbühne auf dem Programm. 300 Personen freuten sich über den Anlass, organisiert von den beiden Kirchgemeinden.

Willkommen geheissen wurden sie von der neuen reformierten Pfarrerin Franziska Haller und vom katholischen Diakon Max Herrmann sowie von Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann. «Ich bin überwältig vom Grossaufmarsch. Die gute Zusammenarbeit der beiden Kirchen macht mich stolz», sagte er.

Er lobte die Seniorenbühne, die seit 1995 an 42 verschiedenen Orten 220 Aufführungen meisterte. Er bezeichnete die Bühne als ein kulturelles Exportgut. Schalkhaft meinte er, dass Theater viel mit Politik zu tun habe – oder vielleicht auch umgekehrt – und er verriet, dass er früher selber Theater spielte.

Sieben pointierte Sketche

Zum Auftakt spielte das «Trio Armin Schmid» aus Oekingen, passend zum sonnigen Nachmittag, «Wochenend und Sonnenschein. Das Trio mit zwei Schwyzerörgeli und einem Kontrabass sprang für die «Ländlerfründe Juragruess» ein, die jahrelang die Seniorenbühne auf ihrer Tour begleiteten und sich Ende 2017 auflösten.

Unter der Regie von Helmuth Zipperlen, der auch gleich durchs Programm führte, begeisterten die 13 Spielenden, unterstützt von Technik, Souffleuse und Maske. Sieben pointierte Sketche gaben sie zum Besten.

Im «Es grässlichs Erläbnis» merkte die kritisierende Frauen-Dreiergruppe, dass die Männer doch noch für etwas gut sind. Auf einer Parkbank begegneten sich im Sketch «Alti Liebi» Leo und Ida. Eine Riesenüberraschung erlebten sie, als sie einander von ihrer einstigen grossen Liebe erzählten. Im «Der Assistent» informierte die Ehefrau ihren Ehemann, dass der Regierungsrat nach strenger Prüfung von drei Kandidaten nun doch den Göttibub auserwählt hat.

Ein Ehepaar stellte im Sketch, «Wo ist meine Brille?», fest, dass auch an den gewöhnlichen Orten gesucht werden muss. Die drei Jagdszenen «Aufbruch», «Auf der Pirsch» und «Heimkehr» zeigten die Leiden der Jäger Hans und Heiri. Trotz Sehschwäche und Hörverlust brachten sie Anni immer ein erlegtes Wild nach Hause.
Beim folgenden Zvieri, von zahlreichen Helfenden serviert, kam das Zwischenmenschliche voll zum Zug.

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