Günsberg
Gospelchor begeistert Publikum: «Danke für die Musik, danke für die Freude»

Der Gospelchor Biberist-Gerlafingen begeisterte das zahlreiche Publikum bei seinem ersten Konzert.

Agnes Portmann-Leupi
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Dirigentin Victoria Walker und der Gospelchor Biberist-Gerlafingen.

Dirigentin Victoria Walker und der Gospelchor Biberist-Gerlafingen.

«Come let us sing», ertönte es mitreissend aus 50 Kehlen. Die Sängerinnen und Sänger des Gospelchors Biberist-Gerlafingen hiessen damit die zahlreichen Besucher zu ihrem ersten Konzert in der Kirche Günsberg willkommen.

Herzlich begrüsste Bernadette Häfliger, Gemeindeleiterin von Günsberg, den Chor. «In dieser dunklen Zeit, in welcher viele Menschen leiden, kommt ihr zu uns und beschenkt uns mit Gospel-Liedern», lobte sie. Schenken sei ein Brückenschlag über den Abgrund der Einsamkeit. Einsamkeit und Melancholie verkamen an diesem Sonntagabend zum Fremdwort. Allein schon wegen der fröhlichen Gesichter und des sich im Rhythmus bewegenden Chors. «Klatschen, schnipsen und singen Sie mit uns», motivierte Dirigentin Victoria Walker zum Mitmachen.

Weitere Konzerte:

Sa. 15. Dezember, 19 Uhr, Kirche Oberbipp; So. 16. Dezember, 17 Uhr, Thomaskirche Biberist-Gerlafingen; Sa. 19. Januar, 19 Uhr, Kirche Mühledorf; So. 20. Januar, 17 Uhr, kath. Kirche Derendingen.

Sich der rassigen, lebhaften, melancholischen oder besinnlichen Musik hinzugeben, war ein Leichtes. Variationsreich, speziell arrangiert und mit Soloparts versehen, oft untermalt mit Perkussion, erklangen bekannte und neue Gospel. Martin Jufer begleitete den Chor am Klavier und Judith Kläy am Djembe.

Reise nach Afrika

Die quirlige Dirigentin mit dem auffallenden Lockenkopf beeindruckte zudem mit ihrem besonderen Dirigieren. Stampfer, Hüpfer, eine pfeilschnelle Fingerspitze, ein Blick dem Himmel zugewandt liessen die markanten Stellen der Gospel hervorstechen.

Mit vier Liedern bereiste der Chor Afrika. Besonders berühren vermochte das Vater Unser auf Suaheli mit dem Solopart der Dirigentin oder das «Ukuthula», welches übers Fortissimo in einem Pianissimo endete. Im Alleingang begeisterten die Männer mit dem sonoren «Old rugged Cross». Die Frauen sicherten sich viel Applaus mit «Hail holy Queen» aus Sister Act. Bravourös ist, dass der Chor alles ohne Notenblätter singt, ob in Englisch oder den verschiedenen afrikanischen Dialekten. Mit dem Abba-Song «Thank You for the Music» verabschiedete sich der Chor. Den Songtext, «Danke für die Musik, danke für die Freude, die sie bringt», beherzigte das Publikum mit tosendem Applaus.

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