Erstmals präsentierte André Rohn an der Europaschau im französischen Metz einen Rammler aus seiner Zucht der «Champagne Silber». Mit einem Volltreffer, wurde doch das Kaninchen innerhalb seiner Rasse zum «Europachampion» gekürt, und dies mit 97 von insgesamt 100 möglichen Punkten.

Im Recherswiler Stall stehen aber mittlerweile nur noch die Eltern, Brüder und Schwestern des Gekürten – nicht minder beeindruckend in ihrer Perfektion. André Rohn hat sich schon bei der Anmeldung zur Schau für den Verkauf des Kaninchens verpflichtet. «Man muss sich auch von den Tieren trennen können», sagt er. Dies sei wichtig für die Blutauffrischung der Rasse, der Rammler habe nicht in seine Zuchtlinie gepasst.

Das Silberkaninchen bestach die Richter in Metz mit seiner aufgerichteten Körperform sowie der breiten Stirn mit der ausgeprägten Schnauzpartie. Der fünf Kilogramm schwere Rammler beeindruckte aber auch durch sein Fellhaar und die gleichmässige Silberung. Wichtig dabei ist, dass die dunkleren Ohren, Augenringe, die Schnauze, die Läufe und die Blume einen sauberen Abschluss aufweisen.

Bewertet wurde auch die dunkle schieferblaue Unterfarbe, die zum Haarboden hin etwas heller sein darf. Für den Pflegezustand erhielt André Rohn die geforderte Höchstnote. Weit über 10 000 Kaninchen aus 20 verschiedenen Ländern liessen sich bewerten, allein die Schweiz mit deren 400. Der Titel Europachampion innerhalb einer Rasse wird nur vergeben, wenn mindestens 20 Tiere angemeldet sind. Unabhängig vom Geschlecht wird das beste Kaninchen ausgezeichnet, welches jedoch zumindest das Prädikat sehr gut mit 95 Punkten erreichen muss.

Viel Arbeit steckt dahinter

Seit zehn Jahren züchtet André Rohn intensiv die mittelgrosse Rasse «Champagne Silber». Bereits als Fünfjähriger besass er die ersten Kaninchen, und seit je faszinierten ihn Kleintierausstellungen. Oft war er dort mit seinen Eltern anzutreffen, die Schafe und Hühner züchteten. «Vor der Schau haben wir einen grossen Aufwand betrieben», erzählt André Rohn und erwähnt dabei seine Ehefrau Claudia, die ebenfalls tüchtig Hand anlegt bei der Pflege und Fütterung.

Klar, dass auch der fünfjährige Marco das Reinigen der Futternäpfe bereits beherrscht. «Die Arbeit mit den Kaninchen ist ein Superausgleich zum Berufsleben», schwärmt André Rohn. Seine prachtvollen Tiere wird er in den kommenden Wochen an diversen Ausstellungen präsentieren, so auch anlässlich der Ausstellung des Kaninchen- und Geflügelzüchtervereins am 12. und 13. Dezember in Recherswil. Sichtlich freut er sich schon jetzt auf die jungen Kaninchen, die in einer Woche erwartet und in rund einem halben Jahr schaufertig sein werden.