Wie stets in den vergangenen Jahren war die grosse Halle bis auf den letzten Platz besetzt. Präsident Ueli Mühlemann konnte über zwei Dutzend Vereinsdelegationen begrüssen, die ihren Solothurner Kameraden mit ihrem Besuch die Ehre erbrachten.

Kurzfristig sahen sich die «Bärgblüemler» wegen eines Todesfalls in der Familie von Jodelleiter Heinz Jost gezwungen, einige Änderungen im Programm vorzunehmen. So wurde Julia Späti mit der Programmansage betraut. Erstaunlich, wie gut sich das erst zwölfjährige Grosskind des Vereinspräsidenten bei seinem ersten Auftritt vor so einem grossen Publikum schlug. Sachlich, kurz und gekonnt führte sie durch den anspruchsvollen Abend.

Der Strauss der vorgetragenen Lieder wurde aufgelockert durch das jurassische Schwyzerörgelitrio Zmoos aus Montsevelier sowie dem Jodelterzett Heidi Kohler, Anneliese Trüssel und Elisabeth Kammermann, begleitet von Oskar Kammermann.

Der Reigen der Jodellieder wurde eröffnet durch das beliebte Lied «E gschänkte Tag» des bekannten Berner Komponisten und Texters Adolf Stähli. Stähli ist berühmt dafür, dass viele seiner Lieder auf ausgiebigen Wanderungen im Berner Oberland entstanden sind. Bekannte Melodien wie «Mi Boum» (Text und Musik von Theres Aeberhard-Häusler) und « s’Glück im Läbe» von Heinz Güller sowie der «Geburtstagsjutz» des Innerschweizers Fredy Wallimann waren weitere Rosinen des gelungenen Gesangsteils. Unterstützt wurde der Jodlerklub einmal mehr durch die Hornussergesellschaft Gerlafingen-Zielebach, welche für das gastronomische Angebot verantwortlich zeichnete.

«Köbelis Sunneschyn» begeistert

Das Lustspiel in zwei Akten des Innerschweizer Autors Josef Brun ist inhaltlich betrachtet nichts Besonderes, wurde aber von den neun Laiendarstellern mit viel persönlichem Engagement vorgetragen. So lieferte der Zweiakter während des rund 60-minütigen Auftritts eine Menge Humor, die Darsteller hatten die Lacher fast pausenlos auf ihrer Seite. Im Zentrum der Geschichte steht Köbeli Läderach. Er ist ein Allrounder und flickt einfach alles, was es im Leben zu flicken gibt. Da er zudem noch zwei Ziegen, einen Gockel und eine Hektare Land besitzt, glaubt er, zusätzlich auch noch Bauer zu sein.

Der Fernsehsender «Sonnenschein» ist gerade auf der Suche nach Kandidaten für seine Sendung «Bauer sucht Bäuerin». So meldet sich Köbeli als Bewerber an. Er ist sich seiner Arbeit als Knecht Chrigel nämlich überdrüssig.

Weil da auch noch seine erbsüchtige, einige Jahre jüngere Schwester Marei eine entscheidende Rolle spielt, will sich Köbeli zur Verfügung stellen. Prompt meldet sich die TV-Moderatorin bei Köbeli und kreuzt auch schon bald auf seinem Hof auf. Was dann in der Folge alles abgeht und passiert, riss die Besucher im grossen Saal zeitweise gar förmlich von ihren Sitzen.