Aufgrund von Anfragen habe er sich nach intensiven Gesprächen und langem Nachdenken entschlossen, für das Amt zu kandidieren, schreibt Lindner in einer Mitteilung. «Die Erneuerung im Gemeinderat bietet die Chance mit einem Neubeginn die längerdauernden Blockaden in diversen Bereichen zu lösen.»

Dazu sei nach seiner Meinung aber eine Neubesetzung beim Gemeindepräsidium dringend nötig. Nur so könne Riedholz einen Weg in die Zukunft finden, der nicht nur für die Investoren profitabel ist, sondern auch für das Wohlergehen der Bevölkerung sorge. Willi Lindner hat zusammen mit Ruedi Mangold die Bürgerbewegung Riedholz gegründet, die sich gegen eine übermässige Erweiterung der Inertstoffdeponie Attisholzwald wehrt. Eine ursprünglich angekündigte mögliche Teilnahme an den Gemeinderatswahlen wurde nicht umgesetzt. Nun bewirbt sich Lindner ums Gemeindepräsidium.

Dabei trifft er auf Jasmine Huber, die nach den Gemeinderatswahlen und dem Gewinn eines Sitzes ihrer Partei eine gefestigte Hausmacht hinter sich weiss. Jasmine Huber ist seit vier Jahren Gemeindepräsidentin und möchte Schritt für Schritt weiterarbeiten an der Zukunft von Riedholz und Niederwil. Die Gestaltung des Attisholzareals, aber auch die Verkehrs- und Schulpolitik sowie die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden und regionalen Organisationen sind für Huber wichtige und interessante Themen für die Zukunft. «Mein oberstes Ziel ist es, dass alle gerne in Riedholz und in Niederwil leben und hier zu Hause sind», meint sie.

Stephanie Ritschard hat noch viel Potenzial und Energie, wie sie sich selber beschreibt. Deshalb bewerbe sie sich fürs Gemeindepräsidium. Die 43-Jährige SVP-Politikerin ist Naturheilpraktikerin und Geschäftsführerin. Nach ihrer erfolgreichen Wahl in den Gemeinderat und in den Kantonsrat will sie nun dem Dorf zuliebe dieses regieren. «Wir wachsen zu schnell und geben Geld für unnötige Dinge aus. Anderswo ist dieses Geld nötiger.» Sie wolle Sachpolitik betreiben und nicht nach Parteiprogramm walten.