Im Leberberg dürfte es bei den Gemeindepräsidiumswahlen eher ruhig zu- und hergehen. Erika Pfeiffer (Lommiswil) hat ihren Rücktritt schon im Sommer 2015 angekündigt. Sie war seit 2009 im Amt und hat die Gemeinde durch stürmische finanzielle Zeiten geführt. Stand heute ist keine Nachfolgeregelung bekannt.

Noch unentschlossen, was eine Wiederwahl betrifft, ist Patrick Schlatter (Oberdorf). Er ist seit 2005 im Amt. Gut möglich, dass er noch ein oder zwei Jahre weitermacht. Denn Anfang nächsten Jahres wird der langjährige Gemeindeverwalter Fredy Schmitter pensioniert. Seine Nachfolge ist zwar schon geregelt – trotzdem wäre es wohl schwierig – wenn Gemeindeverwalter und Gemeindepräsident fast gleichzeitig aufhören.

2013 viel Wechsel

Die grossen Rochaden gab es im Leberberg vor vier Jahren. Damals wurden Pascale von Roll (Balm bei Günsberg), Thomas Jenni (Günsberg), Jasmine Huber (Riedholz), Gilbert Studer (Rüttenen) und Silvia Spycher (Selzach) gewählt. Sie alle wollen im nächsten Sommer nochmals antreten. Gegenkandidaten zeichnen sich bisher keine ab.

Auch Anita Panzer (Feldbrunnen-St. Niklaus) ist seit einer Legislatur Gemeindepräsidentin. Sie wird nochmals zur Wiederwahl antreten, macht allerdings zurzeit Vorbehalte. Denn sie wurde von der Amteipartei Solothurn-Lebern als Regierungsratskandidatin nominiert. Am 24. August werden die kantonalen Delegierten ihr Kandidatenfeld für die Nachfolge von Regierungsrätin Esther Gassler auswählen.

Nicht was ihr Alter angeht, aber ihre Amtszeit könnte man Roland Stadler (Bellach), Gregor Schneiter (Hubersdorf) und Ueli Emch (Kammersrohr) als Küken in der Runde bezeichnen. Die drei sind alle erst seit diesem Jahr im Amt und Stadler und Schneiter hängen sicher noch eine Legislatur an. Etwas anders ist die Situation für Emch. Er hat das Gemeindepräsidium nach dem plötzlichen Tod von Terry Spillmann unverhofft übernommen und wird sich erst im nächsten Jahr entscheiden, wie es weitergeht. Kammersrohr möchte selbstständig bleiben und muss alle Ämter besetzen. Da helfen alle mit, am Karren zu ziehen.

Auch Hans-Peter Berger (Langendorf), der Amtsälteste, möchte nochmals kandidieren. Ebenfalls noch nicht amtsmüde ist Christoph Heiniger (Flumenthal), der eine dritte Amtsperiode anstrebt.

Zwei Vakanzen

Im Bucheggberg zeichnen sich zwei Vakanzen ab. Schon länger hat Marianne Meister (Messen) ihren Rücktritt angekündigt. Sie ist seit 2007 im Amt und hat die Fusion von Messen, Balm bei Messen, Oberramsern und Brunnenthal durchgezogen. Als Kantonsrätin und Präsidentin des kantonalen Gewerbeverbandes bekleidet sie in der Zwischenzeit weitere gewichtige Ämter. Nicht zuletzt darum ist sie ebenfalls eine ernstzunehmende Kandidatin für das Amt als Regierungsrätin.

Rita Mosimann (Biezwil) möchte zurück- und nach ihrer Pensionierung kürzertreten. Sie würde sich allerdings zeitlich begrenzt nochmals zur Verfügung stellen, um eine Nachfolge einzuarbeiten. Sicher ist zudem, dass auch Vizepräsident Thomas Ritz (FDP) demissioniert. Die dritte Frau im Bunde der Bucheggberger Gemeindepräsidentinnen, Verena Meyer (heute Buchegg und vorher Mühledorf), tritt nochmals an.

Roger Siegenthaler (Lüterkofen-Ichertswil) und Markus Menth (Unterramsern) kandidieren ebenfalls für eine weitere Legislatur. Unklar ist die Lage zurzeit noch für Herbert Schluep (Lüsslingen-Nennigkofen), Kurt Burkhalter (Lüterswil-Gächliwil) und Jürg Willi (Schnottwil).