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Gibt es im Kirchturm in Kriegstetten bald eine Natelantenne?

Die Swisscom will im Kirchturm eine Antenne bauen.

Die Swisscom will im Kirchturm eine Antenne bauen.

Die Swisscom will im Kirchturm von Kriegstetten eine Mobilfunkanlage bauen. Der Gemeinderat ist nicht glücklich darüber, kann aber nicht viel dagegen unternehmen.

Swisscom will in Kriegstetten eine Mobilfunkanlage bauen. Die Antenne soll im Kirchturm der katholischen Kirche «versteckt» werden. Dies jedenfalls zeigen die Baugesuchsunterlagen, die Anfang Juli öffentlich auflagen. Gegen das Baugesuch gingen zwei Einsprachen ein, eine davon wurde von 19 Personen unterschrieben. Grundsätzlich ist die Bau- und Werkkommission Kriegstetten (BWK) für das Verfahren, die Einspracheverhandlungen und das Erteilen der Baubewilligung zuständig. Weil der Bau einer Mobilfunkantenne aber eine heikle Sache ist, hat die BWK den Gemeinderat um eine Stellungnahme gebeten.

Zudem kann sich BWK-Präsident Peter Siegenthaler noch an die Diskussionen um die geplante Swisscom-Antenne erinnern, die 2008 geführt wurden. Schon damals wollte die Swisscom die Antenne im Kirchturm platzieren, wurde aber nicht einig mit dem Kirchgemeinderat und fand einen Standort im Unterdorf. Da es erbitterten Widerstand aus dem ganzen Dorf gegen das Bauvorhaben gab, verzichtete die Swisscom damals auf den Standort.

Grundsätzlich rechtens

Grundsätzlich könne der Gemeinderat nicht viel gegen das Gesuch machen, so Gemeindepräsident Simon Wiedmer auf Anfrage. Die Antenne werde in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen geplant, was grundsätzlich zulässig sei. Die Strahlenrichtwerte würden eingehalten und weil die Antenne im Turm eingebaut wird, werde auch der Ortsbildschutz nicht verletzt.

«Der Gemeinderat findet es aber schade, dass die Kirchgemeinde Swisscom den Platz zur Verfügung stellt und dass die Einwohnergemeinde nicht frühzeitig über diese Absichten informiert wurden», so Wiedmer. Der Gemeinderat hätte einen Antennen-Standort nahe der Autobahn vorgezogen. Das sei aber von Swisscom gar nicht geprüft worden. Zudem würde ein solcher Bauplatz ausserhalb der Bauzone liegen und würde vermutlich von den kantonalen Behörden nicht bewilligt.

Der Gemeinderat hat neu Samuel Krebs, Michelle Kunz und Pascal Ritter in die Kilbikommission gewählt. Präsident Jörg Maibach verbleibt nur noch bis Ende Jahr in der Kommission.

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