«Wohnen am Dorfplatz»

Gibt es endlich günstige Wohnungen in Feldbrunnen St. Niklaus?

2009 hatte die Gemeindeversammlung die «altersgerechten Wohnungen» am Dorfplatz in Auftrag gegeben. (Archiv)

2009 hatte die Gemeindeversammlung die «altersgerechten Wohnungen» am Dorfplatz in Auftrag gegeben. (Archiv)

Seit über 25 Jahren wird in der Gemeinde Feldbrunnen St.-Niklaus über das Projekt «Wohnen am Dorfplatz» diskutiert. Nun hat der Gemeinderat neue Architekten und Investoren ins Boot geholt.

Seit Jahren ringt man in Feldbrunnen um Wohnungen mit günstigen Mietzinsen für die betagte Dorfbevölkerung. In der Gemeinde mit den hohen Grundstückspreisen ist das ein seltenes Gut.

Doch die Überbauung «Wohnen am Dorfplatz» mit Mehrfamilienhäusern auf gemeindeeigenem Bauland im Dorfzentrum blieb lange in der Schublade. Seit über 25 Jahren wird darüber diskutiert, 2009 hatte die Gemeindeversammlung die «altersgerechten Wohnungen» in Auftrag gegeben.

6 Millionen Franken war sie bereit dafür auszugeben. Doch wegen Streitigkeiten mit den beauftragten Architekten, die das Kostendach nicht einhalten konnten, blieb das Siegerprojekt ein Papiertiger.

Nun hat der Gemeinderat neue Architekten und Investoren ins Boot geholt. Zwei valable Projekte würden resultieren, sagt Gemeindepräsidentin Anita Panzer (FDP). «Eigentlich wollten wir an der Gemeindeversammlung ein Projekt vorstellen, doch das reicht zeitlich nicht.»

Stattdessen soll der bewilligte 6-Millionen-Kredit zurückgegeben und die bereits angefallenen Kosten für Wettbewerbe oder Kommissionsarbeiten transparent dargelegt werden. Damit wäre klar: Die Alterswohnungen werden nicht gebaut, die Idee wird beerdigt.

Die andere Variante ist, das Vorhaben weiterzutreiben. Dann könnte auf die beiden Projekte zurückgegriffen und im Frühling an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung abgestimmt werden.

Das Land würde die Gemeinde verkaufen. «Es braucht aber einen Grundsatzentscheid, ob die Alterswohnungen überhaupt noch gewollt werden», sagt Panzer. Der Gemeinderat habe sich nicht festgelegt. «Wir sind offen», sagt die Gemeindepräsidentin.

Steuern leicht erhöhen

Die Gemeindesteuer, in Feldbrunnen aufgrund des niedrigen Ansatzes eine viel beachtete Grösse, soll im nächsten Jahr von 60 auf 63 Prozent steigen. Firmen sollen 53 Prozent der Kantonssteuern bezahlen. Das schlägt der Gemeinderat einstimmig vor.

Das Budget weist einen kleinen Ertragsüberschuss von 16 000 Franken vor, die Nettoinvestitionen nächstes Jahr betragen 964 000 Franken. Die Gemeindeversammlung findet am 7. Dezember statt. (crs)

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