Gestaltungsplan
Geplante Moschee: Zuchwiler Gemeinderat lehnt alle fünf Einsprachen ab

Der Gestaltungsplan wurde im Zuchwiler Gemeinderat durchgewunken. Stimmt auch der Kanton zu, folgt das Baugesuch.

Urs Byland
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Geplante Moschee des Vereins Ahmadiyya Muslim Gemeinde Schweiz.

Geplante Moschee des Vereins Ahmadiyya Muslim Gemeinde Schweiz.

Zvg

Der Gestaltungsplan für die Moschee an der Schulhausstrasse musste zweimal aufgelegt werden. Bei der ersten Auflage fehlten die nötigen Bauprofile, welche das Ausmass des Baus aufzeigen. Insgesamt sind in den beiden Auflagen fünf Einsprachen eingetroffen, die von der Planungskommission bearbeitet wurden und letztlich dem Gemeinderat zur Ablehnung empfohlen wurden.

Begründet wurde die Ablehnung damit, dass einige Punkte im Baugesuchsverfahren und nicht im Nutzungsplanverfahren geregelt würden. Das heisst, dass die Einsprecher zum Gestaltungsplan beim kommenden Baugesuchsverfahren nochmals Einsprache machen müssten. Es habe aber auch Einsprachepunkte gegeben, die bereits in den Sonderbauvorschriften «klar geregelt» seien, wie die Eingabe eines Parkkonzeptes mit dem Baugesuch bei mehr als 30 Besuchern. Einige Hinweise gingen zudem ein zum Knoten Schulhausstrasse/Bahnweg/ Dammstrasse. Dieser werde unabhängig vom Projekts in einem separaten Geschäft bearbeitet.

In der Diskussion im Gemeinderat wurde aber nochmals das Parkieren erörtert. Benjamin Studer (Grüne und Bunte) mahnte, dass das Verkehrsaufkommen und die Parkierung in einer ersten Phase des Betriebs auch wirklich speziell beobachtet werden müsse, wie es in den Sonderbauvorschriften zum Gestaltungsplan steht. «Da müssen wir ein Auge darauf werfen.»

Laut Peter Baumann, Leiter Bau und Planung, hat die Baukommission die Aufgabe erhalten, ein Monitoring durchzuführen. Weiter weist Baumann darauf hin, dass ein Leitsystem am Anfang der Schulhausstrasse darauf hinweisen wird, wie viele Parkplätze bei der Moschee noch frei sind. Die Einsprachen wurden in der Planungskommission bei einer Gegenstimme abgewiesen. Im Gemeinderat gab es 9 Ja, ein Nein und eine Enthaltung zur Ablehnung der Einsprachen.

Chaos beim Parkplatz Waldegg

Die Emme ist ein Hotspot für Ausflüglerinnen und Ausflügler. Nach Abschluss des Projektes Hochwasserschutz Emme hat der Druck auf das Naherholungsgebiet zugenommen - auch mit negativen Randerscheinungen. Dazu zählen die Parkenden beim Parkplatz Waldegg. «Der Parkplatz wird manchmal bis auf den letzten Quadratmeter zugeparkt», so Baumann. Blaulichtorganisationen ist dann der Zugang versperrt. Ebenso den Mitarbeitern des Werkhofes Derendingen, welche für den Uferunterhalt westlich der Emme zuständig sind.

Die Lösung sind nun markierte Parkfelder, die eine organisierte Parkordnung ermöglichen sollen. Bisher gilt, dass mit Parkscheibe parkiert werden darf mit dem Zusatz «max. 6 Stunden auch an Sonn- und Feiertagen». Diese Tafeln sollen ergänzt werden mit der Signalisation Parkieren verboten, ausgenommen markierte Parkfelder. Die neue Signalisation war im Gemeinderat unbestritten.

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