Wahlen 2017

Gerlafinger unterstützen Hadorn – aber nur bei einem Zweierticket

Philipp Hadorn wurde von der Ortssektion nominiert. (Archiv)

Philipp Hadorn wurde von der Ortssektion nominiert. (Archiv)

Die SP Gerlafingen nominierte Nationalrat Philipp Hadorn für die Regierungsratswahlen 2017. Die Ortssektion will am Donnerstag eine SP-Zweierkandidatur durchboxen.

Am Donnerstag legt die Geschäftsleitung der SP des Kantons Solothurn fest, ob die Partei mit einem oder zwei Kandidaten zu den Regierungsratswahlen 2017 antreten wird. Über die Strategie gehen die Meinungen auseinander.

Während sich Parteipräsidentin Franziska Roth wie die Geschäftsleitung für eine Einerkandidatur stark macht, plädieren andere prominente Stimmen wie Ständerat Roberto Zanetti für eine Doppelkandidatur.

Zwei Kandidaten ins Rennen zu schicken sei zwar «risikoaffiner», liess er am Montagabend an der SP-Sektionsversammlung in Gerlafingen verlauten, doch könnten sich zwei Kandidaten gegenseitig befruchten. Zwar habe keine Partei Anspruch auf zwei Sitze in der Regierung, doch das Angebot könne man machen. «Eine Zweierkandidatur ist notwendig und nützlich», ist Zanetti überzeugt. Ob diese auch richtig ist, wisse man erst nach der Wahl.

Von Roth ermuntert

Die Ortssektion nominierte Nationalrat Philipp Hadorn, der zusammen mit der gesetzten Kantonsrätin Susanne Schaffner (Olten) antreten will, mit Applaus. Hadorn selbst rief zweimal in Erinnerung, dass er von Franziska Roth zur Kandidatur ermuntert worden sei. Der Gerlafinger hatte seine Präsidentin bei den Nationalratswahlen vergangenen Herbst nur mit einem hauchdünnen Zufallsmehr hinter sich gelassen.

Nun wollen die Gerlafinger Sozialdemokraten für den Donnerstag alle Kräfte mobilisieren, um Hadorn durchzuboxen. Jemand aus der Sektion müsse dies am Donnerstag unmissverständlich fordern.

Der Nationalrat kann auf die volle Unterstützung seiner Basis zählen. Allerdings, das wurde zwischen den Zeilen deutlich, nur bei einem Zweierticket. Gibt es nur einen linken Kandidaten für die Gesamterneuerungswahlen, dürfte Schaffner selbst von Wählern aus dem Stahlarbeiterdorf bevorzugt werden. Auch Zanetti wollte sich im Falle einer Einerkandidatur nicht explizit für den Gewerkschafter Hadorn aussprechen.

Vorteil Schaffner

Sollte es auf eine Einzelkandidatur hinauslaufen, dürften die Vorteile also bei der Oltnerin Schaffner liegen. Parteipräsidentin Roth versuchte die Wogen am Montagabend in Gerlafingen zu glätten. Es sei zwar richtig, dass die Geschäftsleitung der Partei nur eine Person ins Rennen schicken wolle. «Aber wir freuen uns, wenn wir am Parteitag im Oktober aus mehreren Kandidaturen auswählen können.»

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