Minigolf

Gerlafinger holen Platz fünf in der Champions League

Daniel Gisin belegte in der persönlichen Endabrechnung den 58 Rang.

Daniel Gisin belegte in der persönlichen Endabrechnung den 58 Rang.

Die Gerlafinger Minigolfspieler kamen mit einem Diplom von der Champions League der Minigolfer aus Portugal nach Hause.

Mit dem Sieg in der Schweizer Meisterschaft im Mai qualifizierte sich der Minigolfclub Eichholz Gerlafingen für den Europa-Cup in Porto (POR) – auch bekannt als die Champions League des Minigolfs. Vom 4. bis 6. Oktober mass sich das Wasserämter Team mit den neun Besten aus ganz Europa. Das Training für den Wettkampf begann rund eine Woche vor Turnierstart. Um sich besser auf die Gegebenheiten des Europa-Cups vorzubereiten, wechselte die Mannschaft von der heimischen Bahn in Gerlafingen nach Olten. Denn sowohl in Olten als auch bei der Anlage in Porto wird auf Eternitbahnen gespielt.

v.l.n.r: Andreas Schneider, Daniel Gisin, Angelo Friedli, Kai Lödding, Jan Anderegg, Raphael Wietlisbach, Daniel Moser

Das Team der Gerlafinger

v.l.n.r: Andreas Schneider, Daniel Gisin, Angelo Friedli, Kai Lödding, Jan Anderegg, Raphael Wietlisbach, Daniel Moser

Am letzten Septembersonntag startete dann das Intensivtraining direkt vor Ort, damit sich die Gerlafinger mit den Matchbahnen vertraut machen konnten. Von 8 Uhr morgens bis am Abend um 17 Uhr wurde getüftelt und geprobt, bis bei jeder Bahn der korrekte Ball und die richtige Linie gefunden wurde. Die Charakteristik der Anlage hatte es in sich. «Bereits die ersten drei Startbahnen waren ziemlich anspruchsvoll», erzählt Team-Captain Raphael Wietlisbach. Gleich zu Beginn ein oder zwei Punkte zuviel könne für einen Spieler zu einer mentalen Herausforderung werden. Aus diesem Grund mussten die Spieler von der ersten Sekunde an mit voller Konzentration bei der Sache sein.

Der mittlere Teil sei dann etwas lockerer gewesen, während der Schluss den Minigolfern wieder alles abverlangte. Um ein besseres Gespür für die Bahnen zu erhalten, wurden zudem alte Videoaufnahmen von früheren Spielen in Porto gesichtet. Und ab und zu half auch ein kurzer Blick rüber zur Konkurrenz, um dem eigenen Schlag noch den letzten Schliff zu verpassen.
Die restlichen drei Tage bis zum Turnier bereitete sich das Team dann nur noch halbtags auf den Wettkampf vor – was aber noch immer einem stattlichen Sechs-Stunden-Programm entsprach. «Das gab uns ein wenig Zeit, um auch die Stadt zu erkunden und das Ambiente zu geniessen.»

Verhaltener Start

Das Ziel war in erster Linie den Finaleinzug zu erreichen. Am ersten Wettkampftag ist der MC Eichholz Gerlafingen noch eher verhalten ins Turnier gestartet. «Am zweiten Tag konnten wir uns aber wieder fangen und eine Leistungssteigerung vollbringen», so Wietlisbach. Dadurch konnte nicht nur das Primärziel erreicht werden, auch eine Medaille lag mit lediglich 9 Punkten Rückstand in greifbarer Nähe. Der Finalstart gelang den Schweizern abermals nur mässig, während sich die Österreicher vom MGC Askö Bischofshofen gleich zu Beginn abzusetzen vermochten und sich dadurch die Bronzemedaille sicherten. Die Gerlafinger schafften es allerdings, sich auf dem fünften Platz festzusetzen und somit mit einem Diplomrang das Turnier zu beenden.

«Wir konnten uns dort platzieren, wo wir es erwartet haben und sogar kurzzeitig Medaillenluft schnuppern», so der Captain zufrieden. Den Sieg machten letztlich die beiden Teams Uppsala BGK aus Schweden sowie der deutsche BGS Hardenberg-Pötter untereinander aus. Die Schweden, welche als Titelverteidiger antraten, holten sich abermals den Sieg – wenn auch denkbar knapp. Sie schlugen die Deutschen mit nur einem Punkt Unterschied.

Eine detaillierte Rangliste gibt es hier zu sehen.

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