Am kommenden Sonntag treffen sich «Tierfreunde/innen und Mitkämpfer/innen» um 13.30 Uhr zu einer öffentlichen Demonstration auf René Stricklers Raubtierpark. Ihr Anliegen, die Rettung des Raubtierparkes, hat in diesen Tagen wieder etwas Luft erhalten.

Das Richteramt Bucheggberg-Wasseramt hat zwar die von René Strickler beantragten zwei Gutachten – eines sollte von einem Raubtierseelenkenner erstellt werden – abgewiesen und gleichzeitig entschieden, dass der seinerzeitige Vergleich im Februar 2014 rechtskräftig zu vollstrecken ist.

Der Vergleich beinhaltete die Räumung des Raubtierparkes bis Ende 2015. Das Amtsgericht hat nun aber René Strickler nochmals grosszügige Fristen zugestanden.

Raubkatzen bis 14. Juli

Neu soll der Park etappenweise geräumt werden. Die Raubkatzen müssen spätestens am Donnerstag, 14. Juli um 16 Uhr an neuen Plätzen sein. Zu diesem Zeitpunkt muss die gesamte Mietfläche geräumt sein. Ist dies nicht der Fall, kann die Vermieterin dies dem Richteramt melden und die Zwangsräumung einleiten. Wie diese ablaufen wird, lässt das Richteramt offen.

Auf jeden Fall werden Oberamt und allenfalls Veterinäramt mitwirken. Das Oberamt darf sich zwangsweise Zugang zur Liegenschaft verschaffen. Und René Strickler wäre angehalten, bei einer Zwangsräumung mitzuwirken.

Kleinvieh schon bis 16. Juni

Bereits einen Monat vorher, am Donnerstag 16. Juni, ebenfalls um 16 Uhr müssen alle Gegenstände und Fahrzeuge rund um die gemietete Fläche entfernt sein. Ebenso ist dann der letzte Termin für die unzähligen Tiere, mit Ausnahme der Raubkatzen, die auf dem Areal gehalten werden.

Hunde, Schweinchen, Zwergziegen, Leguane, Vogelspinne oder auch Teichmuscheln – alle und jedes muss vom Areal entfernt sein und anderswo Unterschlupf gefunden haben. Auch hier hat der Vermieter nach der Frist die Möglichkeit, Untätigkeit zu melden und eine teilweise Zwangsräumung zu veranlassen.

Zum Entscheid haben nun die beiden Parteien, Vermieterin Espace Real Estate Holding AG und Mieter René Strickler die Möglichkeit eine Begründung einzufordern. Sobald diese vorliegen würde, könnten beide Parteien zum begründeten Entscheid Beschwerde beim Obergericht einlegen.

René Strickler konnte am Montagnachmittag noch keinen Kommentar abgeben, wie er vorgehen will. Er befand sich in einer Sitzung und hatte den Entscheid noch nicht gelesen.