Solothurn Tourismus
Gemütliches Sightseeing: Als «Töffli-Bueb» im Bucheggberg unterwegs

Solothurn Tourismus lanciert ein neues Angebot für den Bucheggberg. Zwischen 6 bis zu 40 Töffli kann man als Gruppe mieten und gemütlich auf verkehrsarmen Nebenstrassen umherkurven.

Rahel Meier
Merken
Drucken
Teilen
Die «Töffli-Buebe» auf dem Bucheggberg
8 Bilder
Die «Töffli-Buebe» machen den Bucheggberg unsicher.
Vollgas Richtung Ziel
Mit diesen coolen Töffli machen sich die «Töffli-Buebe» auf den Weg.
Auf einigen der Töffli ist ein Roadbook, ein Ringbüchlein mit Bild und Text für die Route angebracht.

Die «Töffli-Buebe» auf dem Bucheggberg

Rahel Meier

Das Töffli erlebt ein Revival. Einmal selber (wieder) ein «Töffli-Bueb» sein, das ist jetzt in der Region möglich. Solothurn Tourismus promotet eine Töfflitour durch den Bucheggberg. Zwischen 6 bis zu 40 Töffli kann man als Gruppe mieten und gemütlich auf verkehrsarmen Nebenstrassen umherkurven. Am Strassenrand locken Gasthöfe zu einem Besuch. Die Idee zur Tour entstand bei einem internen Weiterbildungsanlass von Solothurn Tourismus. Dabei lernten die Mitarbeitenden eine Töfflitour in der Region Bern kennen und schlugen vor, etwas Ähnliches im Bucheggberg zu realisieren.

Die Tour startet im Normalfall in der Öufi Brauerei in Solothurn. Dort erhalten alle Teilnehmer ihr Töffli, Instruktionen zur Fahrweise und einen Helm. Vorkenntnisse braucht es nur wenige. Das Töffli fahren darf, wer einen Führerschein Kategorie A, B oder einen Ausweis zum Führen eines Mofas hat. Empfohlen wird festes Schuhwerk. Bei Regen werden Regenponchos abgegeben. Passiert etwas Unvorhergesehenes, ist ein Notfallpikett erreichbar, auch Ersatztöffli sind vorhanden.

Bei den Töfflis, die von der Berger Events GmbH vor Ort gebracht werden, handelt es sich um Zweitakter mit einer automatischen Schaltung. Wer sich das Töfflifahren nicht, oder nicht mehr, gewohnt ist, findet sich schnell zurecht. Einzig beim ersten Starten braucht es etwas Geschick. Läuft der Motor einmal, dann kann man – mit der nötigen Vorsicht – losbrettern.

Route der Töfflibuebe

Route der Töfflibuebe

AZ

Zu den guten alten Töfflizeiten gab es keine Navigation mit GPS. Entweder man kannte den Weg oder hatte eine Karte dabei. So ist es auch auf der Töfflitour. Einige der Mofas sind mit einem Kartenhalter ausgerüstet. Da findet ein Roadbook, ein Ringbüchlein mit Bild und Text, Platz. Nach diesen Angaben wird von Punkt zu Punkt gefahren.

Während einer Testfahrt durch den Bucheggberg konnte das «Töffli-Buebe-Feeling» hautnah erlebt werden. Die Töffli knattern und stinken, wie das aus den früheren Zeiten bekannt ist. Wenn der Zeiger auf dem Tacho höher klettert, beginnt es in den Füssen zu kitzeln. Die Leute am Strassenrand winken oft, wenn eine ganze Gruppe auf den Töfflis, die mit Töfflibueb.ch angeschrieben sind, vorbeifährt. Die Route ist abwechslungsreich. Sie führt über Waldwege, aber auch durch Dörfer.

Via Lüsslingen und Nennigkofen geht es nach Lüterkofen und von dort aus nach Bibern und Gossliwil. Wer mag, kann eine Zusatzschleife in Büren an der Aare anhängen, die anderen fahren nach Biezwil, Lüterswil, Gächliwil, Hessigkofen, Tscheppach und Küttigkofen, bis es nach Lüterkofen und von dort via Nennigkofen und Lüsslingen zurück nach Solothurn geht.

Die Töffli können für einen Tagesausflug oder Abendtour gemietet werden. Man sollte genügend Zeit einplanen, wenn man den geselligen Teil mit Zwischenhalt geniessen will. Weil die Töffli laut sind und ein Helm getragen werden muss, kommt die Geselligkeit während der Fahrt etwas zu kurz. Dafür erlebt man die Schönheiten des Bucheggbergs hautnah und muss weniger schwitzen als mit dem Velo. Fazit: Eine lustige Sache, aber kein Anlass, der allzu oft wiederholt werden kann.