Zuchwil
Gemeindeversammlung hat entschieden: Die Widi wird verkauft

Die Gemeindeversammlung hat am Montag einen deutlichen Entscheid zum Wildi-Verkauf gefällt.

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Gemeindeversammlung Zuchwil beschliesst Wildi-Verkauf
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Impressionen von der Gemeindeversammlung in Zuchwil.
Impressionen von der Gemeindeversammlung in Zuchwil.
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Impressionen von der Gemeindeversammlung in Zuchwil.
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Impressionen von der Gemeindeversammlung in Zuchwil.
Gemeindeversammlung Zuchwil.14
Impressionen von der Gemeindeversammlung in Zuchwil.
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Gemeindeversammlung Zuchwil beschliesst Wildi-Verkauf

Michel Lüthi

Auf der Anzeigetafel stand 19.33 Uhr. Wer Heim oder Gast sein soll, blieb unklar. Die Anspannung in der Sporthalle des Sportzentrums war gross, als Gemeindepräsident Stefan Hug die Versammlung begrüsste. 390 Personen kamen. Das waren erheblich viel weniger als im Dezember 2014. Damals erschienen 577 Stimmberechtigte und bodigten den Verkauf der Widi. Mit einem erfolgreichen Rückkommensantrag am Ende der Versammlung, als viele Nein-Stimmenden bereits nach Hause gegangen sind, wurde das Projekt damals zur Ueberarbeitung zurückgewiesen.

Protokoll, Gebührenfestlegung für Anlassbewilligungen, Aufhebung der Ladenschlussverordnung sowie die Dienst- und Gehaltsordnung mit der Anpassung für die Feuerwehr waren rasch und grossmehrheitlich mit Zustimmung entschieden.

Bereits um 19.48 Uhr begann das Geschäft zum Widi-Verkauf. "Ein neues Quartier wollen wir in den nächsten 15 bis 25 Jahren bauen", erklärte Der Gemeindepräsident. Zuchwil bekomme ein modernes Quartier mit Strahlkraft. Der Widiwald werde nach Westen vergrössert und die wegziehenden Fussballer erhalten einen Kunstrasen, von dem auch das Sportzentrum profitieren kann. Bund und Kanton hätten dem Projekt beste Noten gegeben.

Ein späterer Verkauf der Widi sei nicht zielführend, ein Park für die Bevölkerung werde es dann kaum geben.

21 Gemeinderäte sprechen sich für den Verkauf aus und stellen sich hinter die Absichtserklärung zwischen den Vereinen und dem Sportzentrum.

Eintreten wurde von der Versammlung mit grossem Mehr beschlossen. Sind die Gegner des Widi-Verkaufs zu Hause geblieben? In der Diskussion gab es eine klare Neinstimme, bevor der erklärte Gegner eines Verkaufes, Gemeinderat Patrick Marti zum Mikrofon schritt. Er machte aufmerksam auf persönliche Angriffe gegen ihn: „Das finde ich schade, denn am nächsten Morgen arbeiten wir in der Gemeinde wieder zusammen.“

Welche Erkenntnisse würden sich für ihn seit Dezember 2014 ergeben? Der Investor habe nach wie vor grosses Interesse an Land. “Vielleicht hätte man den Preis besser verhandeln sollen.“ Die Widi brauche es, damit mehr auf dem Rest das Landes gebaut werden kann. Zuerst habe man von 300 bis 350 Wohnungen gesprochen. „Heute reden wir von doppelt so vielen Wohnungen.“ Er sprach gegen einen Verkauf aus.

Mit diesem Plan sind Arbeitsplätze gefährdet, erklärte ein Anwesender, der in der Fabrikhalle, die teilweise abgerissen werden könnte, arbeitet. Mit Händen und Füssen habe sich die Gemeinde eingesetzt, dass die betreffende Firma in der Halle weiter bleiben kann und zwar bis 2032, antwortete ihm der Gemeindepräsident.

Es sei verrückt, das Land nicht zu verkaufen, fand ein anderer Stimmberechtigter.
Die Versammlung stimmte ihm mit grossem Mehr zu. 284 stimmten für den Verkauf, 93 dagegen und 5 enthielten sich der Stimme. Die Widi wird verkauft.