Gemeindeversammlung
Die schlechten Jahre sind nun getilgt: Bellach erzielte erneut einen guten Abschluss

Bellach erzielte 2020 einen Gewinn von 3,84 Millionen Franken. Nebst dem guten Rechnungsabschluss hat die Gemeindeversammlung auch das revidierte Friedhofreglement genehmigt.

Hans Peter Schläfli
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Bellach hat auch das revidierte Friedhofreglement genehmigt.

Bellach hat auch das revidierte Friedhofreglement genehmigt.

Urs Byland

Am Mittwochabend durfte Bellachs Gemeindepräsident Fritz Lehmann 35 Stimberechtigte zur Gemeindeversammlung begrüssen. Das wichtigste Traktandum war die Genehmigung der Rechnung 2020, die im Jahr 2020 bei Ausgaben von 25 Millionen Franken mit einem satten Gewinn von 3,84 Millionen Franken aufwartete. Rechnet man auch noch die Überschüsse aus den Spezialfinanzierungen (Wasser, Abwasser, Kehricht) dazu, blieben am Ende des vergangenen Jahres fast 4 Millionen Franken in der Kasse liegen. Davon werden 2 Millionen Franken für die Vorfinanzierung der neuen Schulräume eingesetzt, der Rest dient dem Schuldenabbau.

«Der Abschluss 2020 ist erfreulich gut ausgefallen», begann der Finanzverwalter Dieter Schneider die Ausführungen.

«Die schlechten Jahre von 2011 bis 2015 konnten nun mit mehreren positiven Abschlüssen ausgeglichen werden.»

Der Hauptgrund für das gute Ergebnis seien die Steuereinnahmen, die um rund 1,5 Millionen Franken höher als erwartet ausgefallen sind. Auch die bemerkenswerte Budgettreue aller Dienststellen trug ihren Teil bei und was auffällt, sind die seit zehn Jahren rückläufigen Personalkosten. Es gab auch unerwartete Einsparungen: Wegen der Pandemie konnte zum Beispiel die Feuerwehr ihre Ausbildungsziele nicht wie gewünscht verfolgen, was zu Minderausgaben von rund 100'000 Franken führte.

Die Nettoschuld pro Einwohner ist damit um rund 1000 Franken auf aktuell moderate 357 Franken gesunken. Bellach gilt aber immer noch als finanzschwache Gemeinde und erhielt letztes Jahr 1,7 Millionen Franken aus dem Finanzausgleich. «Das Amt für Gemeinden hat bereits angekündigt, dass wir nun deutlich weniger erhalten werden», sagte Schneider. Aber weil die Einnahmen 2020 rund 15 Prozent höher waren als die Ausgaben, kam aus dem Plenum verständlicherweise die Forderung, dass auf das nächste Jahr hin der Steuersatz von derzeit 125 Prozent deutlich gesenkt werden müsse.

Kostendeckel bei Bestattungen

Die Einwohnergemeinden sind bei mittellosen Verstorbenen für ein «schickliches» Begräbnis zuständig. In den letzten Jahren seien in Bellach die Rechnungen der Bestatter signifikant gestiegen, es bestehe Handlungsbedarf, erklärte Dieter Schneider. Im revidierten und einstimmig genehmigten Friedhofreglement ist nun der Maximalbetrag von 1500 Franken für die Bestattung festgelegt worden. Das genüge für eine «schickliche» Bestattung, fanden die Stimmberechtigten und dieses Reglement wurde einstimmig genehmigt.