Gemeindeversammlung
Balm bei Günsberg budgetiert für 2022 einen Aufwandüberschuss von 25’293 Franken

An der Gemeindeversammlung in Balm bei Günsberg wurden alle Anträge einstimmig genehmigt. Dann wurde noch über die Internetanschlüsse diskutiert.

Sophie Deck
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Christoph Siegel erklärt an der Gemeindeversammlung, warum Balm teilweise schlechten Internet-Empfang hat.

Christoph Siegel erklärt an der Gemeindeversammlung, warum Balm teilweise schlechten Internet-Empfang hat.

Hanspeter Bärtschi

«Wir brauchen einen Stimmenzähler, weil wir in Balm ja immer so komplizierte Abstimmungsverfahren haben», witzelt Gemeindepräsident Christoph Siegel am Anfang der Budget-Gemeindeversammlung.

Kompliziert sind die Abstimmungen des Abends wirklich nicht: Alle Anträge werden von den zwölf anwesenden Stimmberechtigten ohne lange Diskussion einstimmig genehmigt. Die Erfolgsrechnung soll 2022 mit einem Aufwandüberschuss von 25’293 Franken schliessen, die Investitionsrechnung mit Nettoinvestitionen von 15’800 Franken.

Eine grosse Investition tätigt Balm bei der Verlängerung der Wasserhauptleitung. Diese war bisher eine Schlange aus aneinandergehängten Hausanschlussleitungen, wie es Christoph Siegel erklärt.

Für die Verlängerung der Hauptleitung, sowie den damit verbundenen Bau eines zusätzlichen Hydranten, zahlt die Gemeinde 70’000 Franken. Diese Investition wurde ebenfalls an der Versammlung genehmigt.

Internet in Balm − ein komplexes Thema

Mehr diskutiert wird beim letzten Traktandum «Verschiedenes». Eine Stimmbürgerin fragt, was mit den Kabeln passiert sei, welche die Swisscom in der Gemeinde verlängern wollte.

Christoph Siegel erklärt den Anwesenden die Situation: Weil Balm als Gemeinde eher abgelegen ist, haben Swisscom-Kundinnen im Dorf schlechten Internet-Empfang. Nun hat die Swisscom das Kupfer-Internetkabel von Hubersdorf bis in die Mitte von Balm mit einem Glasfaserkabel ersetzt.

Dadurch ist das Internet etwas schneller geworden. Aber um wirklich gutes Internet zu bekommen, müssten auch die Kupferkabel in die Häuser mit Glasfaser ausgetauscht werden. Dieser Service kostet. «Es ist nun also nicht das Highspeed-Internet, dass sich vielleicht manche von uns erhofft haben», erklärt Siegel.