Gemeinderatswahlen
Kampfwahl in Biezwil – stille Wahlen andernorts

Rita Mosimann will es trotz der Abwahl aus dem Gemeinderat Biezwil nochmals als Gemeindepräsidentin versuchen. Auch Marlise Tüscher kandidiert fürs Präsidium in Biezwil.

Rahel Meier
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Stellt sich erneut zur Verfügung: Rita Mosimann

Stellt sich erneut zur Verfügung: Rita Mosimann

Michel Lüthi

Rita Mosimann wurde am Sonntag als Gemeinderätin in Biezwil abgewählt. Sie stellt sich trotzdem nochmals für das Gemeindepräsidium zur Verfügung.

Mosimann ist seit 2007 Gemeindepräsidentin. «Im neu gewählten Gemeinderat sind nur noch Biezwiler Bürger vertreten. Alle «normalen» Einwohner sind aus dem Gemeinderat abgewählt worden», erklärt sie. Für sie sei das keine gute Entwicklung, vor allem auch, weil es immer wieder Interessenskonflikte zwischen der Bürger- und der Einwohnergemeinde gebe. «Ich stelle mich darum als Vertretung für die Einwohner zur Verfügung.»

Auch bereits seit 12 Jahren Gemeinderätin

Kandidiert: Marlise Tüscher

Kandidiert: Marlise Tüscher

Zvg

Zur Wahl stellt sich auch Marlise Tüscher. Sie wurde am Sonntag als einzige Bisherige wiedergewählt. «Ich bin in Biezwil aufgewachsen, seit 12 Jahren in der Exekutive und möchte die Gemeinde gerne repräsentieren und sie auch weiterbringen», erklärt sie ihre Motivation zur Kandidatur.

Diese sei mit den vier anderen Gewählten abgesprochen. Tüscher ist 45-jährig. Sie hat eine GmbH und ist in diversen Gemeinden in unterschiedlichen Funktionen tätig. Unter anderem auch als Troubleshooterin oder als Supervisorin.

Thomas Ritz stellt sich zudem als Vizegemeindepräsident zur Verfügung.
Blind Blind

Gemeinderäte still gewählt

In Hüniken wurde der Gemeinderat still gewählt. Zur Verfügung stellen sich Thomas Frey (neu), Roman Gerber (bisher) und Fabienne Zwahlen (neu). Die Gemeinde muss auch einen neuen Gemeindepräsidenten suchen, da sich Jürg Schibler definitiv zurückzieht.

Auch in Obergerlafingen ist es zu stillen Wahlen gekommen. Zur Verfügung stellen sich: Beat Muralt (Gemeindepräsident, bisher), Frank Rindlisbacher (bisher), Thomas Mikolasek (bisher), Reto Dubach (bisher), Natascha Baumberger (bisher), Sabrina Schneider (bisher Ersatz) und Daniel Friedli (bisher Ersatz). Als Ersatzmitglieder sind Julian Portmann, Marcel Läubli, Daniela Dahinden und Denise Grossen (alle neu) gewählt.

Markus Menth

Markus Menth

Michel Lüthi

Auch in Unterramsern gibt es stille Wahlen. Gewählt sind: Markus Menth (Gemeindepräsident, bisher), Bruno Fuhrer (neu), Daniel Mollet (bisher), Daniel Siegenthaler (neu) und Salome Weber (bisher). Als Ersatz amtet Reto Fankhauser (bisher Ersatz).

Markus Menth ist in Unterramsern zudem gleichzeitig auch in stiller Wahl als Gemeindepräsident bestätigt worden.

Gemeindepräsidenten still gewählt

Ueli Emch

Ueli Emch

Urs Byland

Ueli Emch bleibt eine weitere Legislatur lang Gemeindepräsident in Kammersrohr. Der 66-jährige Emch hat das Amt 2015 übernommen. Emch hat seinen Landwirtschaftsbetrieb in der Zwischenzeit zwar an seinen Sohn übergeben, arbeitet aber immer noch voll mit.

Sich für die Gemeinde Kammersrohr einzusetzen, mache ihm Spass. «Wir haben hier ja keine politischen Parteien und versuchen, einfach das Beste für unsere Gemeinde zu machen», erklärt er. In der Gemeinde sei man soweit ajour. Was in der nächsten Zeit sicher anstehe sei die Digitalisierung. «Da müssen wir noch etwas vorwärts machen.»

Susanne Rufer

Susanne Rufer

Michel Lüthi

Auch Susanne Rufer wird als Gemeindepräsidentin in Lüsslingen-Nennigkofen still gewählt. Sie erreichte am Wahlsonntag das beste Resultat aller Kandidierenden und hat somit die Bestätigung erhalten, dass ihre Arbeit geschätzt wird.

Rufer ist 50-jährig und seit 2019 im Amt. Sie ist auf einem Bauernhof in Lüsslingen aufgewachsen und nach «Lehr- und Wanderjahren» gemeinsam mit ihrem Ehemann Martin Christen 2015 wieder ins Dorf zurückgekommen.