Gemeinderatssitzung
In Oberdorf wird die Hundesteuer ab nächstem Jahr beinahe verdoppelt

Die Hundesteuer liegt in Oberdorf zurzeit bei 70 Franken. Damit werden die Kosten, die für die Gemeinde anfallen, nicht gedeckt. Nun wird die Abgabe auf 120 Franken erhöht.

Rahel Meier Jetzt kommentieren
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In Oberdorf wird die Hundesteuer erhöht und soll neu verursachergerecht sein.

In Oberdorf wird die Hundesteuer erhöht und soll neu verursachergerecht sein.

Nana Do Carmo

Die Hundesteuer liegt in Oberdorf seit vielen Jahren bei 70 Franken pro Hund und Jahr. In den Nachbargemeinden beträgt die Hundesteuer in der Regel zwischen 110 und 140 Franken. Die Umweltschutzkommission hat nun die Hundesteuer überprüft und ist zum Schluss gekommen, dass mit dem heutigen Betrag die Kosten nicht gedeckt werden können.

Der Kanton gibt vor, dass Hundehalterinnen und Hundehalter pro Hund eine jährliche Gebühr entrichten müssen. Die Spannweite liegt zwischen 50 und 200 Franken. Dazu kommt eine Kontrollzeichengebühr von 40 Franken, die dem Kanton zu entrichten ist.

Der Aufwand liegt höher

Die Aufwendungen der Gemeinde belaufen sich für das Leeren der Robidogs, das Material, die Erneuerung der Robidogs, Fahrzeug und Entsorgung pro Jahr auf 11'060 Franken. Dazu kommen die Gebühren, die an den Kanton zu entrichten sind. In Oberdorf waren Ende 2021 154 Hunde angemeldet. Konkret ergibt dies effektive Kosten von 112 Franken pro Jahr und Hund.

Die Berechnungen zeigen auch auf, dass die Steuern, wie sie in den Nachbargemeinden verrechnet werden, den tatsächlichen Aufwänden entsprechen. Ab Januar 2023 soll die Hundesteuer deshalb in Oberdorf neu 120 Franken betragen.

Der Gemeinderat ist dem Antrag der Umweltschutzkommission gefolgt. Allerdings im Wissen, dass die Gebühren damit fast verdoppelt werden, was doch als massiver Anstieg empfunden wurde. Allerdings werde damit künftig dem Verursacherprinzip nachgelebt.

Finanzplan zeigt Aufwandüberschüsse

Der Gemeinderat hat zudem den Finanzplan für die folgenden Jahre zur Kenntnis genommen. Die Rechnung 2021 weist noch einen Ertragsüberschuss von 248'000 Franken aus. Ab 2022 zeigen die Zahlen aber jeweils einen Aufwandüberschuss in der Höhe von 64'000 bis 229'000 Franken auf.

Im Finanzplan sind die wahrscheinlichen Auswirkungen der Steuerinitiative «Jetz si mir draa» und der Wegfall der Kosten für die Sonderschulen berücksichtigt, wie Gemeindeverwalter Gregor Glaus auf Anfrage erklärt. In Oberdorf soll in den nächsten Jahren «massvoll» budgetiert werden. Zudem werde man genau verfolgen, welche Folgen «Jetz si mir draa» tatsächlich nach sich ziehen werde.

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