Bolken
Gemeinderäte erhalten mehr Lohn

Die Entschädigungen für den Bolkner Gemeinderat sind vergleichsweise tief. Die Gemeindeversammlung genehmigte eine Erhöhung.

Gundi Klemm
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Der Gemeinderat von Bolken verdient vergleichsweise wenig.

Der Gemeinderat von Bolken verdient vergleichsweise wenig.

Hanspeter Bärtschi

Da mit Patrick Meier der Kommandant der Regionalfeuerwehr äusseres Wasseramt (RAW) aus Bolken stammt, erhielt die 22-köpfige Gemeindeversammlung einen exklusiven Kurzvortrag zur Anschaffung des neuen Tanklöschfahrzeugs für 320'000 Franken. «Die günstigste Offerte von der Firma Vogt AG, Oberdiessbach, entsprach unseren Erfordernissen am besten», so Meier.

Der Wassertank sei grösser, und man könne mehr Personen transportieren im Vergleich zum bisherigen Fahrzeug mit Jahrgang 1996. Die RAW verfüge über 4 Fahrzeuge und habe sich entschieden, im Turnus von 6 Jahren jeweils eines aus der Flotte zu erneuern. An den aufgeteilten Kosten beteiligt sich die Gebäudeversicherung mit 35 Prozent oder 112'000 Franken. Der Anteil für Bolken beträgt 68'085 Franken, womit die Versammlung diskussionslos einverstanden war.

Als weiterer Investition zugestimmt für 140'000 Franken wurde der weitergehende Wasserleitungsersatz an der Aeschistrasse, die das Dorf in Längsrichtung erschliesst. Das Teilstück zwischen Spycherstrasse und der am Dorfeingang querenden Inkwilerstrasse wurde bereits erneuert. Ausserdem finden nächstes Jahr bereits bewilligte Belags- und Gehwegsanierungen auf der Haupt-Dorfstrasse statt.

Ersetzt werden Wasserleitungen noch bestehend aus Grauguss mit modernem Material in grösserem Durchmesser von der Spycherstrasse bis zur Schulhausstrasse. Geändert wird das Abfallreglement, indem der Verkauf der Grüngutjahresmarken teurer wird. Die Haushalte werden die Kosten zu 85 und nicht mehr zu 75 Prozent übernehmen.

Kulturbeiträge durchgewinkt

Das Budget, das Finanzverwalter Thomas Beer mit einem Gesamtaufwand von rund
2,66 Mio. und einem Aufwandüberschuss von 131'000 Franken zulasten des Eigenkapitals von rund 600'000 Franken kommentierte, wurde einstimmig verabschiedet. Vom Start der neuen Legislatur am 1. August 2017 an sollen die Entschädigungen für Mandatsträgerinnen und -träger steigen.

Gemeinderat gesucht

Gemeindepräsidentin Jeannette Baumgartner teilte mit, dass drei Gemeinderatsmitglieder und sie selbst ihre Arbeit in der neuen Periode gern fortsetzen möchten. Die Meldung einer engagierten Mitarbeitenden als Ersatz für die wegziehende Lilith Fluri, die gegenwärtig das Ressort Bildung betreut, werde mit Freude erwartet. Baumgartner dankte allen für ihren Einsatz für das Gemeinwohl und lud zu einem anschliessenden kleinen Umtrunk ein.

Dazu Beer: «Wir haben uns in verschiedenen Gemeinden kundig gemacht und festgestellt, dass unsere Tarife zu niedrig sind und nicht mehr der Verantwortung entsprechen.» Künftig erhalten Gemeinderatsmitglieder eine Pauschale von 2000 (statt 1900) Franken und das Ratspräsidium 17'400 (statt 15 000) Franken jährlich, alle Beträge zuzüglich Sitzungsgeld.

Durchgewinkt wurde die für vier Jahre gültige Kostenbeteiligung im leicht verminderten Umfang von 4537 Franken für Kulturanbieter im Raum Solothurn. Zusätzlich zur Zentralbibliothek unterstützt Bolken auch die Bibliothek in Herzogenbuchsee. Die Anwesenden nahmen erfreut zur Kenntnis, dass der Posten Dienstaltersgeschenke mit 1500 Franken vermutlich nicht beansprucht wird, weil in den Kommissionen niemand aufhören will. Um rund 15'000 Franken günstiger als 2016 arbeitet mit rund 51'000 Franken die Bauverwaltung, deren Aufgaben die Baukommission grossenteils selbst übernimmt.

Neuer Anlauf für Seesanierung

Im Mehrzweckgebäude sind der Internetanschluss für Werkzimmer/Schulungsraum und neue Schmutzschleusen vorgesehen. Um 27'000 Franken günstiger konnte die Bildung im Gesamtaufwand für alle Schulen mit 1,029 Millionen Franken veranschlagt werden. Bezüglich der Antennen- und Kabelanlage findet am 8. März eine Orientierung zum Einbau des Glasfasernetzes statt.

Ein neuer Anlauf wird in der Seesanierung unternommen. Im Herbst 2017 folgt eine neue Etappe (Anteil Bolken: 9000 Franken) in der Seesediment-Entfernung, die Erfahrungen aus dem Jahr 2014 einbezieht. Für die Gestaltung des Gemeinschaftsgrabs auf dem Friedhof Aeschi stehen inklusive neuer Jahrestranche nun rund 35'000 Franken zur Verfügung. Für Investitionen sind 695'000 Franken vorgesehen.

Auf Nachfrage erklärte Beer, dass die freie Verfügbarkeit über die Ausgaben in Bolken angesichts gesetzlicher Regelungen, Verträgen und guter regionaler Zusammenarbeit nur noch rund 10 Prozent ausmache. Mit 135 Prozent tragen die Steuerpflichtigen zu Einnahmen in Höhe von 1,64 Mio. Franken bei. Von Kantonalen Finanzausgleich ist eine Zahlung über 327'700 Franken zugesichert.