Lüsslingen-Nennigkofen
Gemeinderat: «Wir wollen gewappnet sein»

Die Abwasserreinigungsanlage stösst an ihre Grenzen, nun prüft der Gemeinderat von Lüsslingen-Nennigkofen Alternativen.

Gundi Klemm
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Weil die Gemeinde gewachsen ist, stösst die Abwasserreinigungsanlage an Kapazitätsgrenzen.

Weil die Gemeinde gewachsen ist, stösst die Abwasserreinigungsanlage an Kapazitätsgrenzen.

Oliver Menge

Seit den frühen 1980er-Jahren ist die ARA, die kommunale Abwasserreinigungsanlage in Lüsslingen, in Betrieb. Seit das Doppeldorf einwohnermässig gewachsen ist, zeigen sich zunehmend die Kapazitätsgrenzen der Anlage. Das kantonale Amt für Umwelt (AFU) hat nun eine mit 34 000 Franken finanzierte Studie zur ARA-Optimierung gestartet, die Ratsmitglied Brigitte Rohrbach vorstellte.

Im Weiteren hat der Rat...

... mit 5 zu 1 entschieden, nicht nochmals auf ein Wiedererwägungsgesuch zur Nutzung der Mehrzweckhalle durch die Avanti Ärztegesellschaft aus dem Umfeld der Kirschblütengemeinschaft einzutreten. Stattfinden sollte am Pfingstwochenende ein Fachkongress zum Thema «Spiritualität». Da sich nichts bei den Fakten geändert habe, blieb der Rat bei seiner Ablehnung. Die Veranstaltung sei nicht mit dem Gebot des öffentlichen Interesses zu vereinbaren

... gehört, dass sich zahlreiche Interessierte zur Anmietung des Bürgerhauses bewerben. Wegen fehlender Parkplätze sei dort kein grosser Publikumsverkehr möglich

... einen Ausschuss mit den Mitgliedern Rolf Iseli, Brigitte Rohrbach, Gemeindepräsident Herbert Schluep und Gemeindeschreiberin Madeleine Stuber zur Überarbeitung der Dienst- und Gehaltsordnung berufen. Die Budget-Gemeindeversammlung befindet dann darüber im Herbst

... Kenntnis erhalten von der Kündigung der Pflegevereinbarung für das Biotop Eymatt durch den Kanton. Weiterhin zuständig bleibt die Gemeinde für das Gewässer

... alle Spielplätze in die Sachversicherungen der Gemeinde aufgenommen

... erinnert, dass das Wahlmaterial für die Gemeinderatswahlen bis am 17. April in der Gemeindeverwaltung vorliegen sollte. Wie gemeldet kandidieren für die 7 Sitze: Tobias Bucher, Herbert Schluep, Franziska Kopp, Rolf Iseli, Doris Weyeneth, Michael Gasche (FDP und Parteilose); Brigitte Rohrbach, Roland Liechti, Bruno Huber (SP und Unabhängige); Roland Mullis (Neue Freiheit). (gku)

Der Gemeinderat wird sich zwischen mehreren Varianten entscheiden können: Lohnt es sich, die eigene Anlage mittels Technologie allen Anforderungen entsprechend auszubauen, oder wäre es vernünftiger, einen Anschluss an die Abwasserregion ZASE oder gar an die ARA Bellach zu suchen? Der Gemeinderat wird in einem Vergleich der Bau-, Anschluss- und Betriebskosten an der Mai-Sitzung abwägen, welche Lösung die beste ist. Besonders dringlich wegen möglicher Mängel der eigenen ARA sei die Sache nicht. «Aber wir wollen gewappnet sein», so Rohrbach, die in der Projektgruppe mit Mitarbeitenden des AFU und der Firma Hollinger AG Einsitz nimmt.

Spatenstich für den Alterssitz

Gemeindeschreiberin Madeleine Stuber berichtete aus der Genossenschaft Alterssitz, die den Spatenstich zum Um- respektive Neubau des grossen Bauernhauses auf den 18. April, 14 Uhr, festgelegt hat. Ein Baukran steht bereits, letzte Vergaben sind getroffen, damit die Bauphase zügig beginnen kann. Der Umzug der bisherigen Mieter sei erfolgt, damit im ersten Schritt die Westfassade entfernt werden könne, berichtete Stuber. Mit einem Bauzaun wird das Gelände gesichert. Mögliche Besichtigungen der Baustelle müssen mit Marco Nyffenegger vom Büro Kummer abgesprochen werden.

Der durch die Gemeinde renovierte Speicher bei der Pfarrscheune sieht seiner öffentlichen Einweihung am 7. Mai entgegen. Im Rahmen einer kleinen Feier wird dabei eine Plakette enthüllt, die als wesentliche Sponsoren Helene Wyss-Bichsel und die kantonale Denkmalpflege nennt. Der Gemeinderat ging auf die bereits vorliegenden Nutzungsideen aus der Kirchgemeinde ein, die Räumlichkeiten für den Blockunterricht der kirchlichen Unterweisung sowie für Kinderbetreuung mit Spielkiste brauchen könnte.

Eclatin baut aus

Die in Richtung Solothurn rechts von der Strasse befindliche Firma Eclatin AG, die chemische Produkte herstellt, möchte Teile der Produktion, die jetzt in den Aargau ausgelagert sind, wieder in ihr Werksgelände integrieren. Deshalb hat sie den Antrag gestellt, den oberen anstossenden Teil von der Hecke bis zum Betriebsareal vom jetzigen Landwirtschaftsland in Gewerbeland umzuzonen.

Mit den Eigentümern hat sich die Firma auch bezüglich Kaufpreis bereits geeinigt. Die benachbarte Wohnzone werde durch den geplanten Bau nicht in ihrer Sicht auf Solothurn eingeschränkt, hiess es im Rat. Er befürwortete das an den Kanton gerichtete Einzonungsgesuch.