Zwar zeigte der Gemeinderat ein gewisses Verständnis für wirtschaftliche Erwägungen, stellte sich aber einstimmig gegen die geplante Aufhebung dieser Dienstleistung. Wie Gemeinderätin Agnes Roth begründete, benutze weder die gesamte Bevölkerung und insbesondere ältere Menschen ein Handy.

Zudem sei der Standort für in öffentliches Telefon beim Gemeindehaus wichtig bei Notfällen, und schliesslich sei der Festnetzanschuss wesentlich, sofern das mobile Netz mal zusammenbreche. «Deshalb wollen wir hier ein Zeichen setzen und wollen, dass das Publifone beibehalten wird», lautete der Ratsbeschluss.

Dritte Werkhofstelle

In den letzten Jahrzehnten sei die Gemeinde stetig gewachsen, und entsprechend hätten die Anforderungen an den Werkhof, seine beiden Mitarbeiter und  den Auszubildenden zugenommen, stimmte der Rat überein. Viele der Aufgaben seien bisher nur zu bewältigen, indem Aushilfen von Perspektive oder ProWork mit eingespannt wurden.

Deshalb warb Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold jetzt im Rahmen der Budgetierung fürs nächste Jahr, dass eine dritte Arbeitsstelle im Werkhof geschaffen werde. Dies besonders im Hinblick darauf, dass der jetzige Lehrling nach seinem Abschluss möglichst für den Werkdienst erhalten bleiben solle.

Die künftige 100-Prozent-Stelle, deren Notwendigkeit an der Budgetgemeinde ausführlich  begründet wird, könne in Zusammenarbeit mit der Bürgergemeinde finanziell getragen werden, so Ingold.

Denn für saisonale Waldarbeiten sei auch dort dringend Unterstützung nötig, die durch ein Ausleihesystem von Fachkräften aus dem Werkhof ermöglicht werden könne. Der Rat sprach sich einstimmig für den Antrag aus.

Vierte Kindergartenklasse

Das Wachstum der Subinger Bevölkerung zeigt sich auch im Schulwesen, wo in Klasseneinteilungen und den Pensen der Lehrkräfte entsprechend reagiert werden muss.

Vom Schuljahresbeginn 2016 an wird im Schulhaus 1 eine vierte Kindergartenklasse für die  79 Kinder dieser Stufe eröffnet. Gesamthaft besuchen 159 Heranwachsende 8 Schulklassen der örtlichen Primarschule.

Praveen Wyss machte als Ressortleiter Bildung darauf aufmerksam, dass gegenwärtig Gemeinden der Region um Mobiliar aus ihren geschlossenen Kindergärten gebeten werden. Dies, um bei der Neueinrichtung Kosten zu sparen.

Fast schon visionär

In 2. Lesung informierte Gemeinderat Michael Kummli als Mitglied der Planungskommission über die vorliegende Stellungnahme zum kantonalen Richtplan. «Da wir unser Räumliches Leitbild vor Jahren gründlich in Anpassung an den damaligen Richtplan erarbeitet haben, bestehen kaum Diskrepanzen zum neuen Richtplan», erläuterte er die Stossrichtung für Subingen.

Festgehalten sind für einen Zeithorizont von bis zu 15 Jahren Grundsätze zur Erhaltung, aber nicht zur baulichen Ausdehnung des Weilers Verenamöösli, zur Pflege des Ortsbildes im Unterdorf, zur sorgfältigen Beibehaltung der Kantonalen Naturreservate und der Biotope nebst nationalem Wildtierkorridor und schliesslich zur Wiederaktivierung des örtlichen Bahnhofs.

«Es wäre doch super, wenn die bereits angedachte S-Bahn-Linie Solothurn-Subingen schon bald verwirklicht werden könnte», hiess es fast schon visionär im Rat. Die Stellungnahme wurde einstimmig verabschiedet mit dem Dank aller Fraktionen an die Verfasser.