Messen
Gemeinderat will altes Feuerwehrmagazin behalten

Die Messener Gemeinderatsmitglieder besichtigten vor der Sitzung den Werkhof und das alte Feuerwehrmagazin. Ausserdem soll die Gemeindeverwaltung demnächst in drei Verantwortungsbereiche gegliedert werden.

Gundi Klemm
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Das alte Feuerwehrmagazin der Regionalfeuerwehr Limpachtal ist ungenutzt.

Das alte Feuerwehrmagazin der Regionalfeuerwehr Limpachtal ist ungenutzt.

Gundi Klemm

Vorgängig zur Sitzung besichtigten die Gemeinderatsmitglieder zuerst den Werkhof, der ausserhalb des Dorfes oben am Waldrand liegt. Geführt wurden sie dabei von Werkmeister Michael Kohler, der die Funktionen des für jährlich 1200 Franken von der Bürgergemeinde gemieteten hölzernen Gebäudes erläuterte.

«Von hier aus führen wir alle Werkdienstarbeiten in der Gemeinde durch – ausser den Winterdienst.» Auf engem Raum befindet sich dort das Betriebsstofflager, diverse Fahrzeuge im Innen- und Aussenbereich, eine kleine Werkstatt, ein beheizbares Büro und Mulden.

Der Werkdienst der Gemeinde wird mit einem Anstellungspensum von 160 Prozent wahrgenommen, gelegentlich ergänzt durch bäuerliche Mithilfe.

Nach dem Neubau des Feuerwehrmagazins ist das bisherige Magazin der Regionalfeuerwehr Limpachtal Nähe Dorfplatz ungenutzt. Der Augenschein ergab, dass hier etliche bauliche Massnahmen nötig sind, um das mit drei grossen Schwingtoren ausgestattete Gebäude zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen.

Denn hier in zentraler Lage könnte das künftige Werkhofbüro im hinteren Teil des Gebäudes, ein Arbeitsplatz für Reparaturen, die Einlagerung von Maschinen und von Streusalz sowie ein Fahrzeug-Waschplatz vor dem Haus eingerichtet werden. Eine Bestandsaufnahme hatte bereits aufgelistet, wo Mängel zu beheben wären.

Vor allem müsste im Rahmen einer Sanierung diverser Punkte der Schacht im grossen Einstellraum abgedichtet werden, unter dem der Messenbach hindurchfliesst und bei Hochwasser zur Durchnässung eingelagerter Materialien führt. Doch grundsätzlich nutzbar beispielsweise als Fahrzeughalle sei das Magazin bereits jetzt, hielten Ratsmitglieder fest.

Vorerst beide Standorte behalten

Im Beisein von Hans-Peter Moser als Präsident der Betriebskommission und Adrian Schär, der die Flurkommission präsidiert, sprach sich der Rat für die Aufrechterhaltung beider Standorte aus. Es gebe keinen Grund, den Mietvertrag mit der Bürgergemeinde für den oberen, bisherigen Werkhof zu künden.

Wenn künftig beide Gebäude parallel betrieben werden sollen, bedinge dies, dass Arbeitsabläufe koordiniert werden, bekräftigten Voten. Moser und Schär wurden beauftragt, einen Projektvorschlag in den drei Varianten Mini-Midi-Maxi zu erarbeiten und sich gleichzeitig zu überlegen, wo das historische Archiv der Gemeinde unterzubringen sei.

Den Kalt-Êstrich über dem alten Feuerwehrmagazin befand das Gremium dafür als ungeeignet. Mit dem Projektvorschlag, der keine «Hauruck-Übung» beabsichtigt, soll eine Investitionsplanung für die Budgets 2017/18 gemäss Priorisierung der Aufgaben erfolgen. «Wir hätten so etwas mehr Zeit für eine gründliche Planung», hielt der Betriebskommissionspräsident fest.

Subtil und überlegt

«Wir wollen eine moderne und effiziente Lösung für unsere Behörden- und Verwaltungsreorganisation», unterstützte der Rat einstimmig das bereits mehrfach diskutierte Vorhaben. Aber: «Wir wollen subtil und überlegt bei der Einführung vorgehen, um alle Behördenmitglieder mit ihrem Know-how und natürlich auch die Bevölkerung einzubinden.»

Die Gemeindeverwaltung soll demnächst unter der Leitung des Gemeindepräsidiums in drei Verantwortungsbereiche gegliedert werden. Neben Gemeindeschreiberei und Finanzverwaltung umfasst die neu zu schaffende Bauverwaltung sieben Aufgabenbereiche, die bisherige Kommissionen in ihren Zuständigkeiten für Bau-, Betriebs-, Flur-, Wasser- und Umweltfragen entlasten.

Diese wichtige hauptamtliche Stelle wird erst ausgeschrieben nach dem positivem Entscheid der Germeindeversammlung am 8. Dezember, die sich zu allen Fragen dieser schlank gestalteten Behörden- und Verwaltungsorganisation äussern kann. Konsequenterweise führt diese Neuordnung auch zu einer veränderten Struktur im Gemeinderat, der sich aus den Ressorts Präsidiales mit Verantwortung für das Wahlbüro, Finanzen, Bau, Umwelt und Gesellschaft zusammensetzt.

Nachgelagert sind nur noch drei statt der bisherigen sieben Kommissionen. Es sind dies die Kommissionen für Bauwesen, Umwelt und Feuerwehr sowie Gesellschaft, die sich auch um Kultur, Bildung, Kinder- und Jugendfragen kümmert. Der Rat sprach sich für eine gestaffelte Inkraftsetzung aus, weil man der neuen Stellinhaberin, dem neuen Stelleninhaber Zeit zur Einarbeitung geben möchte.

Deshalb zeigte sich der Rat einverstanden mit dem Vorschlag, die Legislatur für die jetzigen Kommissionen bis Ende Dezember 2017 weiterlaufen zu lassen. Allerdings ist die Dauer dieser Übergangslösung vom Zeitpunkt des Stellenantritts der neuen und wichtigen Fachperson für die Bauverwaltung abhängig. Der künftig fünfköpfige Gemeinderat startet nach seiner Wahl im kommenden Jahr jedoch sofort im August 2017.