An der Gemeindeversammlung im letzten Dezember reichte der Elternrat eine dringliche Motion ein. Die Riedholzer Primarschüler sollten nicht in ein anderes Dorf zur Schule müssen. Deshalb wurde in der Motion die Gemeinde aufgefordert, bereits nächstes Jahr 200 000 Franken in Schulraumcontainer zu investieren.

Eigentlich wollte der Gemeinderat die Investition innerhalb der kommenden fünf Jahre auslösen. Viel zu spät, befand eine überwiegende Mehrheit an der Gemeindeversammlung und stufte die Motion als dringlich ein. Mit einem weiteren angenommenen Antrag – den Kredit für die Container nicht innerhalb von fünf Jahren auszulösen, sondern die Container auf Beginn des kommenden Schuljahres bereitzustellen – wurde die dringliche Motion hinfällig.

Der Gemeinderat hat vorwärtsgemacht. An der vergangenen Gemeinderatssitzung standen zwei Standort-Vorschläge für die zwei Schulcontainer auf dem Tisch. Der Gemeinderat entschied sich für den Standort auf der ehemaligen Armeeliegestelle. «Dort haben wir den Vorteil, dass wir nur ein Loch in die Schutzanlage bohren müssen, um die Anschlüsse installieren zu können», erklärt Gemeindepräsidentin Jasmine Huber.

Der zweite zur Diskussion gestandene Standort zwischen Kindergarten und Verwaltungsgebäude eigne sich nicht, weil dort möglicherweise gebaut wird. Noch liege der Bruttopreis für die zwei Container über den 200 000 Franken, welche die Gemeindeversammlung genehmigte. «Wir hoffen auf gute Offerten, damit wir unter dem Kredit abschliessen können.»

An einer aussordentlichen Gemeindeversammlung am 31. März wird die Bevölkerung über den Verlauf des Container-Geschäftes informiert. Standort und Kosten sind dann das Thema.

Ja zum neuen Kostenverteiler

Riedholz unterstützt den Vorschlag der Repla Espace Solothurn zur Kostenbeteiligung der Regionsgemeinden an regionalen Aufgaben. «Es wurde aber kontrovers diskutiert», berichtet Jasmine Huber. Kritisiert wurden beispielsweise die 4 Jahre, für die man sich verpflichten sollte. Und befürchtet worden sei, dass der Verwaltungsapparat aufgebläht werde. Der Sollbeitrag mit dem neuen Kostenteiler liegt mit 44 372 Franken nur unwesentlich über dem bisherigen.

Der Gemeinderat unterstützt das Komitee «Weissensteintunnel erhalten» mit einem Geldbeitrag von 200 Franken. Eine Mitgliedschaft im Komitee wurde aber abgelehnt.