Deitingen
Gemeinderat unterstützt Turnhallenneubau

Der Gemeinderat hat seine Position in der Diskussion um einen Turnhallenneubau in Subingen geklärt.

Rahel Meier
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Der Gemeinderat von Deitingen will beim Turnhallenprojekt mit den anderen OWO-Gemeinden zusammenspannen.

Der Gemeinderat von Deitingen will beim Turnhallenprojekt mit den anderen OWO-Gemeinden zusammenspannen.

Hansjörg Sahli

Im Nachgang zur Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Oberstufe Wasseramt Ost (OWO), verbunden mit der Genehmigung eines Planungskredites für eine zweite Turnhalle, hat der Gemeinderat Deitingen reagiert. Er verdeutlichte nochmals seine Position in einem Brief an OWO-Präsident Urs Müller. Grundsätzlich unterstütze Deitingen das Vorhaben. Es soll aber sichergestellt werden, dass man gut vorbereitet in die Diskussion mit den Gemeinden steigt.

Im Weiteren hat der Rat ...

beschlossen, die Unterlagen zur Ortsplanung aufzulegen und die Mitwirkung zu starten;

... die diversen Rechenschaftsberichte der Verwaltungsabteilungen und Kommissionen zur Kenntnis genommen. Beim Sozialdienst und beim Zivilschutz möchte der Gemeinderat aber noch mehr Zahlen zu Deitingen;

... erfahren, dass die Poststelle Deitingen als «zu überprüfen» eingestuft wird;

... beschlossen, ein Gespräch mit den kantonalen Behörden zu verlangen. Der Gemeinderat will über den Schachen diskutieren. Man vermisst eine Gesamtsicht über dieses Gebiet. (rm)

Der Gemeinderat Deitingen ist der Meinung, dass das Turnhallenprojekt in Subingen eine Sache aller OWO-Gemeinden ist. Der Zweckverband bestehe und funktioniere nun seit zehn Jahren. Es könne nicht sein, dass die Turnhalle nur von den Gemeinden des OZ13 getragen werden solle. Wichtig sei weiter, dass der Bedarf für die zweite Halle echt und nachvollziehbar ausgewiesen werde. «Da braucht es griffige Argumente und knallharte Fakten und nicht nur den Hinweis, dass man die Turnhalle schon vor zehn Jahren hätte bauen sollen oder der Turnunterricht etwas angenehmer abgewickelt werden könnte.»

Keine Auflösung des Fonds

Für den Gemeinderat Deitingen ist klar, dass die Kosten und die Finanzierung des Projektes letztlich entscheidend seien über die Realisierung des Projektes. Es brauche nachvollziehbare Kosten und Finanzierungslösungen. Die Bau-, Betriebs- und Unterhaltskosten sowie die Finanzierungskosten müssten, so der Gemeinderat Deitingen, realistisch und mit der nötigen Vorsicht kalkuliert werden. Der Gemeinderat macht zudem klar, dass er einer Auflösung oder Zweckentfremdung des Fonds für den Werterhalt für den Turnhallenneubau nicht zustimmen wird.

Als Letztes möchte der Gemeinderat wissen, wie das Planungsverfahren aussieht. Offensichtlich liege das ursprüngliche Bauprojekt für die zweite Turnhalle vor. Die Diskussionen, die an der Delegiertenversammlung über dieses Thema geführt wurden, waren für die Teilnehmer aus Deitingen deshalb nicht ganz nachvollziehbar.

Vorerst kein Tempo 30

Der Gemeinderat Deitingen hat an seiner Sitzung am Mittwochabend zudem dem Landkauf an der Schachenstrasse zugestimmt. Dieser steht in Zusammenhang mit dem Ausbau der Strasse und dem Ersatz und der Vergrösserung der Wasserleitung. So hat man zugestimmt, 99 Quadratmeter Landwirtschaftsland zu 10 Franken pro Quadratmeter zu übernehmen. Weiter werden rund 110 Quadratmeter Bauland mit 220 Franken pro Quadratmeter entschädigt.

Die Interessengemeinschaft Stöcklimattstrasse möchte, dass Tempo 30 eingeführt wird. Die Quartierstrasse, an der mehrheitlich Einfamilienhäuser liegen, werde immer mehr zur Durchgangsstrasse. Immer häufiger würden Lastwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge durch die Strasse fahren. Tempo 30 würde die Situation verbessern, sind sich die Anwohner einig.

Der Gemeinderat hat den Antrag der Quartierbewohner abgelehnt. Er hat aber gleichzeitig beschlossen, dass die Einführung von Tempo-30-Zonen im ganzen Gemeindegebiet überprüft werden soll. Man nehme das Anliegen der Anwohner an der Stöcklimattstrasse durchaus ernst. Ein Bundesgerichtsentscheid zeige aber auf, dass eine Tempo-30-Zone nicht einzig und alleine auf Wunsch der Bevölkerung in einem isolierten Quartier eingeführt werden dürfe, sondern dass eine ganzheitliche Abklärung dafür nötig sei.

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