Die vierjährige Vereinbarung mit der Repla Espace Solothurn zur Kostenbeteiligung der 41 Regionsgemeinden fand im Gemeinderat Langendorf Zuspruch. Drei Räte fanden aber die Zeitspanne von vier Jahren zu lang und plädierten auf zwei Jahre, um eine bessere Kontrolle über die Beträge zu haben; die Situation könne sich verändern, sodass man womöglich die Beträge nicht mehr in dieser Höhe leisten könne.

Hingegen stellten die drei Räte klar, dass sie die Kostenbeteiligung als wichtige Sache erachten. Präsident der Regionalplanungsgruppe, Roger Siegenthaler, zeigt sich beim Vorschlag einer möglichen Ausstiegsklausel kompromissbereit. Doch solle eine solche nur in einem berechtigten Notfall in Kraft treten können. Eine mögliche Klausel soll nun ausgearbeitet werden.

Zeichen für die Agglomeration
Die Vereinbarung der Kostenbeteiligung tritt nur in Kraft, wenn genügend Gemeinden zustimmen und damit im Fonds mindestens 1,2 Millionen Franken aufliegen. Langendorf wäre dann verpflichtet, von 2017 bis 2020 jährlich gesamthaft 104 091 Franken an die betreffenden Institutionen zu zahlen, die die Repla als in der Region einzigartig eingestuft hat, das sind rund 20 000 Franken mehr als davor.

Dazu gekommen sind jedoch das Naturmuseum und das Projekt Landschaftsqualität. «Mit einem Ja setzt man ein klares Zeichen für die Agglomeration Solothurn», erklärt Hans-Peter Berger. Man wohne in einer Gemeinde, konsumiere aber in der Region. Namentlich beispielsweise bei einem Besuch im Stadttheater oder der Eisbahn. Eine Vereinbarung von vier Jahren gäbe für die Beteiligten Planungssicherheit, zwei Jahre würden diese nicht gewährleisten.

«Das Angebot wird von den Bewohnern der Region und auch von den
Langendörferinnen und Langendörfer genutzt, auf das Angebot verzichten möchte eigentlich niemand», so Berger weiter. Dazu käme, dass man ohnehin schon seit Jahrzehnten solche Beiträge leiste.  Zudem zahle die Stadt Solothurn das fünfzehnfache.


Sorge um Jugendtreff
Die Gemeinde möchte auf befürchtete Störungen beim Jugendtreff reagieren,
die nach den Sommerferien auftreten könnten: Selzach hat die Schliessung
seines Jugendtreffs per Ende Juli 2016 beschlossen, Bellach denkt über eine Schliessung nach. Der Gemeinderat sieht sich insofern besorgt um den eigenen Jugendtreff, als dass plötzlich Kinder aus der Gemeinde Bellach vor der Tür stehen könnten. Auf diese Überlegung wolle man nun reagieren, um einer Störung vorbeugen zu können.

Der Antrag der Baukommission zur Verschiebung der Gemeindegrenze zwischen Bellach und Langendorf wurde genehmigt. Damit würde das Gemeindegebiet um 180 Quadratmeter schrumpfen.

Eine Regulierung wurde durch die ausgeführten Strassenverbreiterungen gegen die Gemeinde Bellach notwendig. Die Mutation tritt in Kraft, wenn auch die Gemeinde Bellach zustimmt. Der Gemeinderat konnte ohne Gemeindeversammlung darüber bestimmen, da es sich um einen geringfügigen Eingriff handelt, und sich keine Liegenschaften an dieser Stelle befinden.

Sechs Jahre für Schulraumprojekt
Der Gemeindepräsident informierte über den weiteren Verlauf der Schulraumerweiterung und hielt fest, dass es sich um ein langfristiges Projekt handle, das voraussichtlich erst 2021 abgeschlossen wird.

Mit der Realisierung könne 2019 begonnen werden. Bis zur Gemeindeversammlung Ende Jahr werden die Abklärung mit der Firma Kontextplan laufen, daraufhin müsse man verschiedene Projekte und die Kreditbewilligungen angehen; bei letzteren handelt es sich um eine lange Prozedur, die sich nicht verkürzen lässt.

Benötigt würden vier Schulzimmer, davon zwei Werkräume, und ein Lehrerzimmer. Ebenso bräuchte es einen Kindergarten und eventuell eine Turnhalle.