Buchegg
Gemeinderat stimmt der Pilotphase für Mittagstisch zu

Der Gemeinderat Buchegg bereitete die Geschäfte für die Delegiertenversammlung des Schulverbandes Bucheggberg vor.

Gundi Klemm
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Auch an den Schulorten Messen (im Bild) und Schnottwil sollen Mittagstische angeboten werden.

Auch an den Schulorten Messen (im Bild) und Schnottwil sollen Mittagstische angeboten werden.

Isabel Mäder

Der Auftrag, an einem Schulstandort einen Mittagstisch zu gründen, war von den Delegierten des Schulverbandes ausgegangen und von der Konferenz der Gemeindepräsidien begrüsst worden. Inzwischen stehen Detailplanung und Berechnung für den Schulort Lüterkofen, wo bei Zustimmung durch die bevorstehende Delegiertenversammlung zum Schuljahresbeginn im Sommer gestartet werden könnte. «Wir sammeln hier Erfahrungen für die Schulorte Messen und Schnottwil», betonte Gemeinde- und Schulverbandspräsidentin Verena Meyer die Absicht, dort auch künftig im Angebot nachzuziehen.

Das Essen (Kosten: 12 Franken) liefert für Dienstag- und Donnerstagmittag mit Geschirr und Besteck das Blumenhaus, Buchegg, ins Schulfoyer in Lüterkofen. Betreut werden dort die per Umfrage jetzt bereits angemeldeten 30 Jugendlichen durch zwei Frauen. Anschliessend findet in der längeren Mittagspause auch eine Hausaufgabenhilfe statt, die Pro Juventute organisiert. Für das gesamte Angebot, das kaum kostendeckend gestaltet werden kann, ist zulasten der Schulrechnung mit einem Fehlbetrag von 40'000 bis 100'000 Franken zu rechnen.

Für Heranwachsende, die in der Mittagspause unbedingt zu Hause essen wollen, fährt das Postauto dennoch. Mit 6 zu 2 Stimmen sprach sich der Rat zuhanden seiner acht Delegierten an der DV Schulverband für eine einjährige Pilotphase aus. Die Beurteilung in einem Jahr entscheidet dann über die Weiterführung.

Ist Schulsozialarbeit hilfreich?

Ins Visier genommen wurden alle weiteren DV-Geschäfte. Neben der durch Thomas Stutz vorgestellten Jahresrechnung mit knapp über 13 Mio. und einer erfreulichen Abweichung von rund 4,7 Prozent unter dem Budgetbetrag widmete sich der Rat der Schulsozialarbeit. Seit drei Jahren ist Perspektive, Solothurn, als Auftragnehmerin wöchentlich einmal an allen drei Schulstandorten einen Tag lang präsent.

Der Gemeinderat hat

- der Anschaffung von 40 Fahnen mit Buchegger Wappen nebst einheitlichen Befestigungen für 7500 Franken zugestimmt;

- die Teilzonenplanänderung in Kyburg, die neben der alten Käserei ein Baufeld für ein Dreifamilienhaus ausscheidet, einstimmig entsprochen. Die Nutzungsplanauflage erfolgt am 21. April im Gemeindehaus;

- entschieden, dass die beiden Personen, die zur Pflege des neuen Begegnungsplatzes in Hessigkofen beitragen, gemäss DGO entschädigt werden. (gku)

Den vorliegenden Bericht der Schulsozialarbeiter las der Rat unter der von Kurt Rufer formulierten Gesamtsicht: «Ist unsere Schule mit der Sozialarbeit besser aufgestellt, und wird ein Mehrwert generiert?» Etliche Ratsmitglieder empfanden den Bericht über die dreijährige Pilotphase als zu mager für einen richtungsweisenden Entscheid. Es fehle eine Wirksamkeitsanalyse. Nach längerer Aussprache setzte sich dann doch die Meinung durch, die Weiterführung der Schulsozialarbeit zu unterstützen und alle vier Jahre ein «Feedback» einzufordern.

Gegenwärtig vier Friedhöfe

«Das fusionierte Buchegg umfasst rund 2500 Bewohnerinnen und Bewohner», fasste Sabine Anderegg die Ausgangslage zur Überprüfung des Friedhof-Angebots zusammen. Neben den Beerdigungsstätten in Mühledorf, Aetingen und Bibern finden Einwohner aus Gossliwil ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof Oberwil, weil die Gemeinde zur dortigen Kirchgemeinde gehört. Um das reichliche Angebot an Grabfeldern dem tatsächlichen Bedarf anzupassen, spielte der Rat mehrere Möglichkeiten durch. «Eine Aufhebung des Friedhofes in Bibern würde eine Revolution auslösen», warnte Alex Mann.

Sehr unklar allerdings waren auch die Bedingungen zur möglichen Vertragsauflösung in Oberwil. «Grundsätzlich sollten wir aber mehr Mut entwickeln, unser Dörfli-Denken hier zugunsten der Gesamtgemeinde Buchegg zu überwinden», lautete die gemeinsame Stossrichtung. Um nichts zu überstürzen, einigte sich der Rat darauf, eine breite Diskussion in der Bevölkerung anzustossen. Sabine Anderegg wurde gebeten, Vertragsdauer und -formalien zur möglichen Kündigung mit dem Gemeinderat Oberwil abzuklären.