Biberist

Gemeinderat spricht sich für öffentlichen Naherholungsraum an der Emme aus

Der «Emmensee» soll mit Aushubmaterial teilweise aufgeschüttet werden.

Der «Emmensee» soll mit Aushubmaterial teilweise aufgeschüttet werden.

Der Gemeinderat Biberist möchte, dass die Naherholungsgebiete am rechten Ufer der Emme vernetzt werden.

Der Gemeinderat beschäftigte sich mit der Nutzungsplanung zur Sanierung der Fischgängigkeit beim Wehr Biberist. Dort sollen eine Fischaufstiegshilfe und ein Fischabstieg erstellt werden. Die Ausführung dieser Massnahmen soll zeitnah mit der Umsetzung des Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekts Emme, Wehr Biberist bis Aare, stattfinden.

Die kantonale Nutzungsplanung ist eine direkte Folge der Änderungen des Gewässerschutzgesetzes, die am 1. Januar 2011 in Kraft traten. Das Detailprojekt wurde Anfang November an einer Mitwirkungsversammlung ausführlich vorgestellt.
Die geplanten Massnahmen waren im Gemeinderat nicht umstritten. Die Bau- und Werkkommission beantragte, dem Projekt im Rahmen der Mitwirkung zuzustimmen.

Das Bauprojekt sei ökologisch sinnvoll, wenn auch die Kosten von 3,84 Mio. Franken als sehr hoch eingestuft werden. Nach der Sanierung des Wehrs können die Fische neu potenzielle Lebensräume im Emmental mit 82 Gewässerkilometern und einem Einzugsgebiet von 983 Quadratkilometer erreichen, was die Kosten rechtfertige. Zudem müsse sich die Gemeinde nicht an den Kosten beteiligen, die vollumfänglich vom Kanton getragen werden.

Fussweg erstellen

Die Denkmalpflege Kommission hat sich mit dem Projekt beschäftigt. Sie hat vorgeschlagen, dass das bestehende Steuerhaus auf der Halbinsel neben dem Wehr allenfalls erhalten und sofern möglich an einen neuen Ort versetzt werden könnte. Ebenso sollte die Kanalschleife «Emmensee» nicht wie vorgesehen aufgefüllt werden, sondern als Gewässer erhalten bleiben und in einen Naherholungsbereich, der sich von der Emmenbrücke zwischen Damm und Parkplatz her erstreckt, einbezogen werden.

Weiter hat die Denkmalpflege Kommission (Demako) vorgeschlagen, dass ein Fussweg zwischen der heute bestehenden kleinen Parkanlage an der rechten Seite des rechtsufrigen Brückenkopfes der Emmenbrücke auf und hinter dem Hochwasserdamm bis zur Fischtreppe gebaut wird. Ab der Fischtreppe könnten die neue Zufahrtsbrücke und die bestehende Arealzufahrt entlang des Kanals benutzt werden. Bei der Brücke am Ende der Emmenstrasse würde so an den «Schwarzweg» und den Fussweg über die Eisenbahnbrücke angeschlossen.

Der Gemeinderat möchte ebenfalls, dass die Fusswegverbindung umgesetzt wird. Dies auch im Hinblick darauf, dass das rechte Ufer der Emme im Bereich der ehemaligen Papierfabrik in einen öffentlichen Naherholungsraum umgestaltet werden soll. Zusätzlich sollte, ebenfalls auf Anregung der Demako eine Infotafel über die Funktion der Fischtreppe und über den Hochwasserschutz aufgestellt werden. Die weiteren, von der Kommission vorgeschlagenen Massnahmen sollen geprüft, und falls sinnvoll und mit wenig Aufwand umsetzbar, realisiert werden.

Kredit nicht ausgeschöpft

Weiter hat der Gemeinderat die Schlussabrechnung für die Sanierung der Alten Turnhalle genehmigt. Dafür war ein Kredit von 1,45 Mio. Franken genehmigt worden. Abgeschlossen wurden die Arbeiten mit einem Betrag von 1,248 Mio. Franken und damit wurde der Kredit um 276'937 Franken unterschritten. Die Kommission Schulraumplanung (KSRP) wurde mit der Genehmigung der Schlussrechnung durch den Gemeinderat entlastet.

Der Kredit soll aber noch nicht geschlossen werden. Der Gemeinderat hat entschieden, dass mit einem Teil des noch vorhandenen Geldes einige Anschaffungen getätigt werden sollen. Vorgesehen ist der Einbau einer Abwaschmaschine und der Kauf einer kleinen Menge Geschirr.

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