Bei einem Gesamtaufwand der Erfolgsrechnung von 5,8 Mio. Franken schmerze die Höhe des Finanzausgleichs, den die Gemeinde mit 1,321 Mio. Franken oder 28 Prozent vom Gesamthaushalt zu zahlen hat. Dies sagte die Finanzverwalterin Isabella Howald in der Budgetdiskussion im Gemeinderat. «Wir sind offenbar die Milchkuh, die man einfach so melken kann», hiess es in der Aussprache. «Wir leben nicht über unsere Verhältnisse, aber 2019 ist mit einem Aufwandüberschuss von rund 204'000 Franken zu rechnen, der die Anhebung der Steueranlage auf 72 Prozent der Staatssteuer nötig macht», so Howald.

Die vorberatende Finanzkommission hatte laut Urs Schweizer nur für einen Aufschlag von 5 Prozentpunkten auf 70 votiert. Eine Mehrheit des Rates meinte aber, dass das nicht reiche, weil eben neben weniger Quellensteuern auch Abschreibungen und Wertberichtigungen im Umfang von 211'300 Franken zu erwarten sind. Der Selbstfinanzierungsgrad indes wird bei sehr guten 122 Prozent liegen. Die Bildung beansprucht mit rund 1,2 Mio. ein Viertel des Haushalts und die Soziale Sicherheit mit rund 900'000 Franken 19 Prozent. Das erwartete Volumen für Steuern und Gebühren soll 4,8 Mio. betragen. Die Finanzverwalterin warnte allerdings, dass schon in der laufenden Periode weniger Steuern eingenommen würden als budgetiert. Wie in Feldbrunnen üblich, liegt der Steuersatz für juristische Personen 10 Punkte niedriger: also bei 62 Prozent. Das letzte Wort zum Steuerfuss hat die Gemeindeversammlung.

117 Pulte für die Schule

Einstimmig gutgeheissen wurde das Investitions-Budget, das brutto bei 126'000 Franken, netto aber dank Einnahmen aus Überschüssen der Spezialfinanzierungen Wasser/Abwasser bei 66'000 Franken liegt. Vorgesehen sind Sanierungen in Schulliegenschaften und die Anschaffung neuer Pulte, die wegen erwarteter grösserer Klassen gemäss Bildungsressortleiter Hansjürg Geiger auch älteren Datums und nicht mehr «Lehrplan-21-konform» seien. Die erste Erneuerungs-Tranche ist mit 27'000 Franken für 2019 geplant.

Gemeindepräsidentin Anita Panzer sprach sich für die Anschaffung einer neuen Verwaltungssoftware für rund 4400 Franken – bei jährlichen Folgekosten von 2700 Franken – aus. Gemeindevizepräsident Geiger unterstrich die Anschaffung als echte Arbeitserleichterung im Zugriff auf alle gemeinderelevanten Dokumente. Auch Legislaturwechsel würden so im Wissenstransfer vereinfacht. Ob damit grössere Einsparungen im Verwaltungssektor verbunden sind, konnte noch nicht beantwortet werden. Die einstimmig genehmigte Anschaffung geht zulasten des Haushalts 2018.