Lüsslingen-Nennigkofen
Gemeinderat legt Beschwerde ein wegen Aareinseli

Der Gemeinderat hat sich in der Sache Aareinseli entschieden. Er wird vorsorglich Beschwerde beim Verwaltungsgericht gegen die Verfügung des Bau- und Justizdepartements führen.

Merken
Drucken
Teilen
Die Gemeinde Lüsslingen-Nennigkofen wird vorsorglich Beschwerde beim Verwaltungsgericht gegen die Verfügung des Bau- und Justizdepartements führen.

Die Gemeinde Lüsslingen-Nennigkofen wird vorsorglich Beschwerde beim Verwaltungsgericht gegen die Verfügung des Bau- und Justizdepartements führen.

Oliver Menge

Lüsslingen-Nennigkofen hatte ebenso wie Selzach sowie Pro Natura und Vogelschutzverband Einsprache gegen das Bauvorhaben der Familie Antener auf dem Aareinseli gehalten.

Die Einsprachen wurden vom Bau- und Justizdepartement abgewiesen. «Wir wollen ein klares Verkehrskonzept», erklärt Gemeindepräsident Herbert Schluep. «Wir wollen wissen, wo durchgefahren wird, wo parkiert wird, wenn viele Leute kommen, einfach alles, was dazugehört.»

Auf dem Aareinseli plant die Familie Antener eine Umstrukturierung des Landwirtschaftsbetriebes. Statt Milchproduktion sollen künftig Mutterkuhhaltung und Obstproduktion den Betrieb bestimmen.

Zusätzlich wird die bereits praktizierte Gastronomie erweitert. Der Gemeinderat beharrt darauf, dass nun auch ein Verkehrskonzept erstellt wird. «Damit wir dieses bei Reklamationen hervorziehen und auf Abmachungen Bezug nehmen können.»

Gemeindeordnung und Hausarzt

Verabschiedet zuhanden der Gemeindeversammlung wurden die Gemeindeordnung sowie die Dienst- und Gehaltsordnung. «Wir haben die neue Funktion des Gemeindearbeiters in das Regelwerk integriert.»

Seitdem der Hausarzt Josef Wyser per Ende 2016 seine Pensionierung angekündigt hat, sucht man im Dorf nach einem Nachfolger. Die Praxis befindet sich im Bürgerhaus in Nennigkofen, das im Besitz der Gemeinde ist. Laut Gemeindepräsident sei man nach wie vor guten Mutes, einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen. «Wir stehen in Verhandlungen mit einem Arzt, der die Praxis besichtigen will.»

Positives könne vom künftigen Alterssitz berichtet werden. Die definitive Baubewilligung sei vorhanden. Auch sei man sich mit der Gebäudeversicherung in Sachen Einbau Sprinkleranlage einig. «Wir können starten.» (uby)