«Der Kanton wird die Einzonung des Gebiets Stöcklimatt nicht genehmigen», erklärt Gemeindepräsidentin Jasmine Huber auf Nachfrage. Der Gemeinde Riedholz gehört Land in der Stöcklimatt, das sie gerne veräussert hätte. Man habe sich nun aber dazu entschieden, darauf zu verzichten. «Sonst können wir die Ortsplanung nicht auflegen.»

Hingegen will der Gemeinderat auf eine Bauverpflichtung für die Umzonung von GB Riedholz Nr. 208 bestehende. Das Grundstück gehört der katholischen Kirchgemeinde und soll von der Zone für öffentliche Bauten neu teilweise in die Wohnzone W2D umgezont werden.

Die Kirchgemeinde wehrt sich gegen die Bauverpflichtung. «Wir möchten, dass Land das umgezont wird, dann auch in nützlicher Frist als Bauland erhältlich ist», so Huber.

Fussballer können ausbauen

Der Gemeinderat hat sich zudem dazu entscheiden der vom FC Riedholz beantragten Reduktion des Waldabstandes beim Fussballplatz, von 20 auf neu 10 Meter, zuzustimmen. Das Amt für Raumplanung und das Amt für Wald, Jagd und Fischerei könnten dieser Idee zustimmen, so Huber.

Der Wald gehöre allerdings zu Feldbrunnen-St. Niklaus, weshalb die Gemeinde nun vorgängig zur Auflage informiert werde, da sie zustimmen müsse. Damit könnte das Clubhaus ausgebaut werden, was schon länger nötig wäre.

Diskussionslos wurde die Umzonung der beiden Landwirtschaftsbetriebe der Familie Gaugler genehmigt. Der Landwirtschaftsbetrieb wird Ende dieses Jahres aufgegeben und die Höfe grenzen direkt an die Bauzone an, weshalb die Einzonung ohne Kompensationspflicht möglich sei.

Der Gemeinderat Riedholz hat zudem entschieden, dass die Überarbeitung der Ortsplanung und die Nutzungsplanung Attisholz weiterhin getrennt laufen und verfahrenstechnisch nicht zusammengeführt werden sollen. Dies, damit die Ortsplanung vorangetrieben und bald aufgelegt werden kann.

Feiern ja, aber im Rahmen bitte

Wie jedes Jahr kurz vor dem 1. Mai hat der Gemeinderat Riedholz die Jahrgängerinnen und Jahrgänger, diesmal des Jahrgangs 1999, in die Sitzung eingeladen. Die Gemeinderäte nützen diese Möglichkeit, um sich und ihre Arbeit vorzustellen, da die Jugendlichen ja nun volljährig sind und damit auch politisch aktiv werden können

Zudem seien die Jugendlichen nach der obligatorischen Schulzeit oft weitherum verstreut und man bekomme sie selten mehr zu sehen. «So sehen wir sie und sie uns.» Im Weiteren wird ihnen der Leitfaden für den 1. Mai abgegeben. «Die Kulturkommission hat diesen extra erarbeitet», so Jasmine Huber.

Der Anlass sei nicht von der Gemeinde organisiert und den Jahrgängern müsse klar sein, dass sie den Beitrag von der Gemeinde nur erhalten, wenn sie im abgesteckten Rahmen feiern. «Wir hatten auch schon die Polizei vor Ort und das möchten wir künftig vermeiden.»

Patrick Bussmann (Energiestadt-Berater) hat im Gemeinderat Riedholz über Energiekonzepte und das Ziel, Energiestadt zu werden, informiert. Riedholz hat seit September 2016 ein Energiekonzept, das nun ergänzt werden soll. Man habe die Aufgabe offiziell an die Umweltkommission delegiert, die das bestehende Konzept weiterentwickeln soll. «Schliesslich haben wir in unseren Legislaturzielen auch die Themen Nachhaltigkeit und Mobilität aufgenommen.»

Jasmine Huber informierte den Gemeinderat darüber, dass die Asylbewerber, die in den beiden Pavillons Riedholz und Niederwil Pavillon untergebracht waren, umverteilt werden. Die Asylunterkunft in Riedholz wird in diesem Jahr aufgelöst. Der Gemeinderat wird im Juni an der Gemeindeversammlung den Verkauf der Parzelle beantragen.