Langendorf
Gemeinderat kauft ein Kunstwerk von Heinz Müller-Majocchi

Im letzten Jahr war der Gemeinderat sparsam mit seinem eigenen Kredit. Da kam die Anfrage für den Kauf eines Kunstwerkes des Langendörfer Kunstmalers Heinz Müller-Majocchi (1936–1994) gerade recht.

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Heinz Müller-Majocchi (1936–1994).

Heinz Müller-Majocchi (1936–1994).

Zur Verfügung gestellt

Die Anfrage von Kunstmaler Heinz Müller-Majocchis Tochter Flavia Müller, Verwalterin des gesamten Nachlasses, erfolgte zum 20. Todestag und war eigentlich traktandiert für die letzte Gemeinderatssitzung im letzten Jahr, musste aber kurzfristig verschoben werden.

Nun war es so weit. Der Langendörfer Kunstvermittler Peter Jeker erklärte dem Gemeinderat die Bedeutung Müller-Majocchis, der nach einer Berufslehre als Autodidakt zu malen begann, als freier Künstler wirkte und nebenbei ab 1973 als Zeichenlehrer an der Gewerblich-industriellen Berufsschule in Olten unterrichtete. Heinz Müller-Majocchi gehörte während 25 Jahren zusammen mit Oskar Wiggli, Schang Hutter, Roman Candio, Jean Maboules, Gunter Frentzel oder Franz-Anatol Wyss zu den bedeutendsten und einflussreichsten Künstlern des Kantons.

Chance nutzen

Die Gemeinde beauftragte Müller-Majocchi 1973 mit der Schaffung des künstlerischen Schmuckes der Abdankungshalle. «Die Gemeinde wäre deshalb im Besitz eines Frühwerkes und nun eines Spätwerkes. Symbolisch würde ein Bogen über sein Gesamtwerk gespannt. Diese Chance sollte genutzt werden», erklärte Gemeindepräsident Hans-Peter Berger in seinen Ausführungen. Der Gemeinderat stimmte dem Kauf eines Werkes von Müller-Majocchi zu. Der Kostenrahmen für das Werk plus Einrahmung beträgt 10 000 Franken und wird eben diesem zu Beginn erwähnten Gemeinderatkredit belastet. Das Werk soll im Foyer des Gemeindehauses einen Platz finden.

Der Gemeinderat hat das Pflichtenheft der Umweltschutzkommission gutgeheissen. Weiter wurde ein Kredit in der Höhe von 15 000 Franken freigegeben. Damit sollen die Nutzungspläne zur Gesamtrevision der Ortsplanung digitalisiert werden. Auch der Auftrag zur Ausführung des GEP-Massnahmenpakets 2015 wurde vom Gemeinderat vergeben. Der Auftrag ist mit Kosten in der Höhe von 19 764 Franken verbunden. (uby)