Lüsslingen-Nennigkofen
Gemeinderat ist zufrieden mit Jahresrechnung

Bei der 1. Lesung der Jahresrechnung fand der Gemeinderat von Lüsslingen-Nennigkofen nichts zu bemängeln. Die Rechnung schliesst mit einem Plus von 200'000 Franken.

Gundi Klemm
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Besser als budgetiert zeigte die Laufende Rechnung einen Ertragsüberschuss von 200 000 Franken.

Besser als budgetiert zeigte die Laufende Rechnung einen Ertragsüberschuss von 200 000 Franken.

Oliver Menge

Die von Béatrice Marti und Rita Affolter geführte Finanzverwaltung hatte laut Gemeindepräsident Herbert Schluep gute Arbeit geleistet. Zudem war das Ergebnis besser, als im Voranschlag erwartet. «Wir können damit gut zufrieden sein», gab Schluep seiner Freude Ausdruck.

Denn besser als budgetiert zeigte die Laufende Rechnung (Aufwand 4,85 Mio./Ertrag 5,05 Mio.) einen Ertragsüberschuss von 200 000 Franken. Im Vorjahr betrug er sogar 244 000 Franken. Der Voranschlag 2014 hatte noch mit einem Minus von 366 000 Franken gerechnet. Der Investitionsumfang belief sich auf 1,64 Mio., wobei das Budget fast 2 Mio. Franken vorgesehen hatte. Bei der Durchsicht des Jahreshaushalts lagen die Gründe für das erfreuliche finanzielle Abschneiden auf der Hand. Einige Investitionen mussten verschoben werden, weil sich Bauvorhaben verzögerten.

Hauptsächlich aber führten sparsames Haushalten und der vermehrte Steuereingang zu diesem Resultat. Im Fiskalbereich budgetiert waren 2,9 Mio., tatsächlich eingezahlt in die Gemeindekasse wurden rund 3,3 Mio. Franken, was mit mehr Einwohnern, aber auch mit Nachsteuern nat. Personen aus früheren Perioden zu begründen ist. Etwas rückläufig waren die Zahlungen der jur. Personen.

In der detailliert dargestellten Finanzierung ist kein Fehlbetrag sondern ein Überschuss in Höhe von 492 000 Franken sichtbar. Das Eigenkapital beläuft sich auf 1,36 Mio., dem ein Fremdkapital von 3 Mio. Franken gegenübersteht. Der Gemeinderat verabschiedete die Jahresrechnung einstimmig zuhanden der Rechnungsprüfungskommission. Deren letztjährige Empfehlungen und Vorgaben waren laut Finanzverwaltung vollumfänglich in die aktuelle Rechnungslegung eingeflossen.

So erbrachten etwa Verzugszinse auf verspätete Steuern immerhin Einnahmen von 30 512 Franken. Die ordentlichen Abschreibungen auf das Verwaltungsvermögen betragen 246 000 Franken, zusätzliche Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.

Zeitplan für die Ortsplanung

Nach der Verabschiedung des Leitbildes an der vorgestrigen Gemeindeversammlung legte der Rat nun eine engagierte Terminplanung bis Ende Jahr fest, um die Arbeiten an der Ortsplanungsrevision konzentriert fortzusetzen. Zur Rechtsverzögerungsbeschwerde der Genossenschaft Kirschblüte bezüglich des Gestaltungsplans für das Gelände Mühlegarten hiess es, dass die Gemeinde auf Anraten ihres Anwalts um ein Fristverlängerung ersuchen werde. Die für die Auflage gesetzte Frist bis 1. Juni sei nicht einzuhalten. Damit verschiebt sich gemäss Gemeindepräsident auch das für Mitte Juni ins Auge gefasste Treffen für ein Gespräch mit der Gemeinschaft.

Überprüfung der örtlichen ARA

Das kantonale Amt für Umwelt überprüft jährlich sechs Mal die örtliche, grundsätzlich gut funktionierende Abwasserreinigungsanlage (ARA). Dabei stellte sich heraus, dass einige Werte nicht eingehalten sind. Dies betrifft besonders den biologischen Sauerstoffgehalt und gelöste organische Kohlenstoffe. An einer von allen zuständigen Personen besuchten Sitzung wurden, wie Gemeinderat Thomas Müller informierte, die Problemwerte besprochen und nächste Schritte aufgezeigt, um Veränderungen zu erzielen.

Vorgeschlagen ist neben weiteren Massnahmen, den Zufluss zu verstetigen, um einen gleichmässigen Abbau in der Reinigungsanlage zu erhalten. Eigene Messungen sollen zeigen, ob der Weg richtig ist. Der Gemeinderat ging allerdings noch einen Schritt weiter und beauftragte Müller, Offerten für eine Vergleichsstudie einzuholen, ob nicht ein Anschluss an die ZASE /Emmespitz infrage käme. Denn sobald bauliche Massnahmen an der örtlichen ARA erforderlich wären, könnte das teuer werden, befand der Rat.