Obergerlafingen
Gemeinderat ist still gewählt – er soll Bevölkerung abbilden

Der Gemeinderat Obergerlafingen zu eigener Stiller Wahl und zu gut besetzten Kommissionen.

Gundi Klemm
Drucken
Teilen
Dem Rat ist es wichtig, dass die Bevölkerung im Gemeinderat repräsentiert ist.

Dem Rat ist es wichtig, dass die Bevölkerung im Gemeinderat repräsentiert ist.

Rahel Meier

Der Gemeinderat Obergerlafingen wurde still gewählt. Im Rat vertreten sind die Bisherigen Beat Muralt, Stefan Krieg, Thomas Mikolasek, Claudia Müller, Frank Rindlisbacher, Stefan Zumbrunn.

Durch Berufung ersetzt Peter Dubach den ausscheidenden Marcel Zuber. «Wir wollen dafür sorgen, dass wir alle Teile der Bevölkerung repräsentieren», lautet der Grundsatz. Denn es soll in Obergerlafingen nicht der Eindruck entstehen, dass, wie Gemeindepräsident Beat Muralt es formulierte, «die da oben sowieso machen, was sie wollen, ohne dass man Einfluss nehmen kann.»

Angesichts der Vielzahl an Interessierten zur Mitarbeit in Kommissionen sei diese Sorge unberechtigt. Es gebe sogar mehr mitarbeitsbereite Leute, als Kommissions-Plätze. «Wir sollten über Ersatzmitglieder oder Beisitzer die Kommissionsgrösse bedarfsweise erweitern», riet Thomas Mikolasek, der sich dafür aussprach, diese Interessierten für künftige Aufgaben «warm» zu halten, damit «wir als Gemeinde weiterhin für die im Gemeinwesen Engagierten attraktiv bleiben».

Im Weiteren hat der Rat:

- einen «Schönheitsfehler» im revidierten Grundeigentümer-Reglement für den Perimeter-Beitragssatz bei Anschlüssen für Wasser und Abwasser ausgemerzt. Zuhanden der Gemeindeversammlung am 15. Juni beschloss der Rat, die Übernahme der Kosten auf 100 Prozent festzulegen: bei Erschliessungsstrassen und Fusswegen, bei neugebauten Abwasserbeseitigungsanlagen und beim Neubau einer Wasserleitung. Bisher betrug der Beitragssatz jeweils 70 Prozent;

- dem Anzeigerverband Bucheggberg-Wasseramt auf dessen Nachfrage mitgeteilt, dass der bisherige Inserate-Verantwortliche in der Person von Manfred Rindlisbacher sich zur Weiterführung dieser Aufgabe bereit erklärt habe;

- gehört, dass die drei AEK-Aktien im Besitz der Gemeinde gegen 1905 BKW-Aktien im Wert von aktuell 96 000 Franken eingetauscht worden sind. (gku)

Informatische Bildung

Recherswil und Obergerlafingen betreiben gemeinsam an zwei Standorten ihre Primarschule. Um den Forderungen des Lehrplans zu entsprechen, hat sich eine Delegation beider Gemeinderäte als sogenannte Spurgruppe mit Schulleiter Rolf Caccivio getroffen und Einsatz sowie Anschaffung von medialen Lernhilfen besprochen. Entschieden wurde, dass für beide Schulhäuser je 15 Tabletts, einsetzbar ab der 3. Klasse, und je 10 Notebooks für die 5. und 6. Klasse angeschafft werden.

Verzichtet wird auf eine Ausrüstung der Kindergärten sowie der 1. und 2. Klasse. Stefan Zumbrunn erläuterte aus pädagogischer Sicht, dass digitale Instrumente höchstens bei 15 bis 20 Prozent der Unterrichtszeit zum Einsatz gelangen. Wichtig sei vor allem, dass die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte für informatische Anwendungen funktioniere. Stefan Krieg erklärte Einzelheiten der Hardware-Anschaffung wie beispielsweise die sichernden Transportkisten für die Geräte, die mit rund 120'000 Franken für beide Schulstandorte veranschlagt werden.

Für den laufenden Jahresbetrieb und Support ist mit wiederkehrenden Kosten von rund 40 000 Franken zu rechnen. Als wenig sinnvoll im Unterricht dieser Stufe lehnte der Rat sogenannte Interaktive Wandtafeln ab. Bis zum Bezug der Neubau-Schulhäuser in beiden Gemeinden bleiben die vorhanden mobilen Beamer eine gute Lösung. Da die Mehrzahl der Lehrkräfte mit eigenen Laptops arbeitet, soll ihnen dies für den Unterricht mit einer jährlichen Kostenbeteiligung vergütet werden.

Aktuelle Nachrichten