«Der Bedarf an mehr Schulraum ist dringend und ausgewiesen», erklärt Gemeindepräsidentin Jasmine Huber. Der Gemeinderat Riedholz hat deshalb an seiner letzten Sitzung einstimmig entschieden, dass das Schulhaus aufgestockt werden soll, um mehr Platz für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Die Planungskommission, die die Schulraumerweiterung im Auftrag des Gemeinderates vorbereitet hat, hat eine Kostenschätzung in Auftrag gegeben.

Bei der Begehung des Schulhauses mit dem beauftragten Architekturbüro wurde ein Mangel beim Brandschutz festgestellt. Das Treppenhaus dürfte schon seit dem Jahr 2000 nicht mehr offen gestaltet sein. Sobald Um- und Anbauten in Angriff genommen werden, müssen deshalb bauliche Anpassungen realisiert werden. Dies wären vor allem neue Brandschutztüren.

Energietechnisch sanieren?

Die Planungskommission hat dem Gemeinderat zwei Varianten vorgeschlagen, wie die Aufstockung vorgenommen werden könnte. Die Aufstockung als solche, mit den erforderlichen Brandschutzmassnahmen, kostet nach Voranschlag 940'000 Franken. Zusätzlich würde es laut Planungskommission Sinn machen, auch eine energetische Sanierung auszuführen. Diese würde weitere 618'000 Franken kosten.

Der Gemeinderat hat sich noch nicht festgelegt, welche Variante er bevorzugt. Zuerst ist jetzt die Finanzkommission gefragt. Diese soll die beiden Varianten durchrechnen, mit Einbezug des Finanzplanes. Riedholz kann Investitionen im Umfang von einer Mio. Franken pro Jahr gut verkraften. «Deshalb brauchen wir jetzt die Berechnungen der Finanzkommission», so Jasmine Huber.

2019 soll die Schulraumerweiterung umgesetzt werden. Im August 2019 könnten die beiden neuen Räume dann bereits bezogen werden. Vorausgesetzt, dem Kreditbegehren wird an der Gemeindeversammlung im kommenden Juni zugestimmt. 

Ein Mitglied der Planungskommission wurde von der Berner Fachhochschule in Burgdorf, Departement Architektur, Bau und Holz angefragt, ob die Gemeinde Riedholz an einer Diplomarbeit «Sanierung Baselstrasse» Interesse hätte. Das Amt für Verkehr und Tiefbau unterstützt das Vorhaben. Bearbeitet werden die Kreuzungssituationen der Baselstrasse mit der Wallierhofstrasse, der Sonnenrainstrasse und der Bergstrasse. Die Reduktion der Lärmimmissionen ist ebenfalls ein Thema. Beleuchtet werden auch die Aspekte Bahn und Bahntrassee, die Anbindung der Gemeinde an das Postauto und das Buskonzept. Weiter wird die Aufwertung der Ortsdurchfahrt beleuchtet, sowie die Problematik der Direkterschliessungen ab der Kantonsstrasse, die es heute noch gibt, und die Erhöhung der Sicherheit für die Fussgänger und die Velofahrer.

Beitrag gesprochen

Die Fachhochschule hat die Gemeinde Riedholz angefragt, ob sie bereit wäre, einen Kostenbeitrag an die Arbeit zu sprechen. Es geht dabei um einen Betrag von 1500 Franken. Mit Stichentscheid von Jasmine Huber wurde dieser Betrag gesprochen. «Wir erhoffen uns von der Diplomarbeit auch unkonventionelle Ansätze, die uns einen neuen Blickwinkel geben», erklärt sie. Die Gemeinde könne sicher profitieren von der Diplomarbeit. Abgesehen von der Uneinigkeit um den Betrag von 1500 Franken, fand der Gemeinderat die Arbeit als «second opinion» sehr interessant.