Gemeinderat
In Langendorf bringen die Wahlen Bewährtes mit einem frischen Lüftchen

CVP-GLP gewinnt bei den Gemeinderatswahlen in Langendorf einen Sitz, während die FDP ein Mandat abgibt.

Christoph Krummenacher
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Hans-Peter Berger freut sich auf seine sechste Legislatur als Gemeindepräsident von Langendorf.

Hans-Peter Berger freut sich auf seine sechste Legislatur als Gemeindepräsident von Langendorf.

Tom Ulrich

In Langendorf heisst der Gemeindepräsident weitere vier Jahre Hans-Peter Berger. Seit 2001 hat der Sozialdemokrat das Mandat inne. Er habe noch Ideen für die Gemeinde und die Langendörferinnen und Langendörfer, so Berger, der einzige Kandidat der Wahl. Die gut 200 leeren Wahlzettel seien ähnlich wie in den vergangenen Jahren, zeigt sich Berger zufrieden. «Ich bin froh, dass es auch bei einer Einerkandidatur keine stille Wahl gibt. So ist es eine schöne Bestätigung.»

Besonders zufrieden zeigt sich Berger, dass er auch im Gemeinderat das beste Resultat erzielen konnte. Die SP hält dort ihre vier Sitze. «Wir sind weiterhin die wählerstärkste Partei im Dorf», freut sich Gemeindepräsident Berger. «Ich bin überzeugt, dass wir weiterhin eine gute Truppe zusammenhaben für die Zukunft.» Die SP ist neu mit vier Mandaten die stärkste Partei im Gemeinderat.

Denn das Restmandat kippte heuer zu Gunsten der Sozialdemokraten, die FDP verliert damit einen Sitz. «Das ist wenig erfreulich, aber auch wenig überraschend, damit muss man immer rechnen», bedauert Co-Parteipräsidentin Barbara Obrecht. «Ich interpretiere das aber nicht so, dass die FDP schlechte Arbeit geleistet hat. Wir werden den Kopf jedenfalls nicht in den Sand stecken.» Sie vermutet, dass Hans-Peter Berger als SP-Gemeindepräsident beim Stimmenunterschied eine Rolle gespielt habe.

Junges Gesicht mit politischer Erfahrung

Die bürgerliche Mehrheit ist damit gebrochen. Der CVP gelang indes eine Art Comeback: Nachdem sie vor vier Jahren ihren Sitz abtreten musste, erobert die CVP zusammen mit der GLP ein Mandat. Neu politisiert Markus Knellwolf im Gemeinderat.

«Ich habe es gehofft, aber nicht unbedingt erwartet»

, freut sich Knellwolf.

Erst im Herbst letzten Jahres war er nach Langendorf gezogen. Davor engagierte er sich bereits einmal acht Jahre im Kantonsrat (2009 bis 2017), verpasste heuer jedoch die Wahl. Dieser Hintergrund habe bestimmt geholfen. Zudem habe es Wähler in der Mitte gegeben, die man offenbar abholen konnte. Knellwolf glaubt etwas, frischen Wind von aussen, aber auch die Perspektive eines jungen Vaters in den Gemeinderat bringen zu können. Auch für Umweltthemen wolle er sich konstruktiv engagieren.

Knellwolf werde, so FDP-Gemeinderätin Obrecht, künftig wohl eine entscheidende Rolle zukommen, je nachdem, ob er eher die bürgerliche oder die linke Seite unterstütze. Sie freut sich, dass der ehemalige Kantonsrat seine politische Erfahrung einbringen könne.