Zwei Jugendliche haben mit ihren Sprayereien Aussenwände der Mehrzweckhalle Bühl verschmutzt und verunziert. Und nicht nur das: auch an weiteren Gebäuden wie etwa am Schwimmbad Messen haben sie sich mit Farbdosen verewigen wollen. Auf Nachforschungen nach der Täterschaft haben sich die beiden Schüler aber selbst gestellt. Der Gemeinderat, der unter der Leitung von Gemeindevizepräsident Bernhard Jöhr tagte, entschied sich im Grundsatz für eine erzieherische Massnahme. Die rund 1500 Franken Schaden an der Mehrzweckhalle sollen die beiden Heranwachsenden durch einen Arbeitseinsatz wieder beheben helfen. Denn der Umfang der übrigen Sprayereien, die allerdings nicht die Einwohnergemeinde betreffen, beläuft sich nach Schätzung auf über 18 000 Franken. Die im Rat einstimmig unterstützte sozial verträgliche Lösung sieht vor, dass die Teenager in den Frühlingsferien eine 40-Stunden-Woche lang bei Reinigungsarbeiten im Schulhaus mithelfen. Die Betriebskommission wird den Einsatz überwachen. Dafür zieht die Gemeinde danach die ihre Liegenschaft betreffende Anzeige zurück.

«In-House»-Grillstation

Auf Wunsch der Ortsvereine haben sich Gemeinderat und Betriebskommission mit einer fest installierten Grillmöglichkeit an der Mehrzweckhalle beschäftigt. Aus mehreren Gründen wurde die bisherige Zeltlösung beim Eingang der Halle als nicht zukunftstauglich beurteilt. Hanspeter Moser legte als Präsident der Betriebskommission (BeKo) eine Planung vor, in der detailliert der Umbau des bisherigen Recyclingraums im Eingangsbereich zur «In-House»-Grillstation dargelegt wurde. Eine Trennwand mit Tür unterteilt den Raum in den Stellplatz für zwei Container und die in einer Zeile angelegte Installation für Grill und Fritteuse. Berücksichtigt hat Moser auch ein Waschbecken, einen hygienisch zu reinigenden Anstrich sowie die notwendige Abluftanlage und die über Regelkreise zugeführte Frischluft. Die Reinigung des in der Grillstation benötigten Materials erfolgt in der bereits gut ausgerüsteten Küche. Geklärt sind alle Verkehrswege bis hin zum Service in der Halle.

Wie der BeKo-Präsident erkannte auch der Rat die Vorteile dieser Anlage für Vereine, die ihre Festanlässe effizienter durchführen können, ohne jeweils das mobile Grillzelt auf- und abbauen zu müssen. Ein Problem stellte sich darin, dass der rund 40 000 Franken kostende, vom Rat als sinnvoll beurteilte Umbau nicht budgetiert ist. «Sollen wir bis zur ordentlichen Budgetierung für 2018 warten oder etwa die Anlage jetzt, aber ohne den in der Anschaffung teuren Elektrogrill bauen», wog der Rat Möglichkeiten ab. Ein Augenschein aller Mitglieder Anfang März vor Ort und die bis dahin vielleicht sogar günstiger ausgehandelten Preise sollen dann den Realisierungszeitpunkt bestimmen. Der Umbau könnte, so Hanspeter Moser, in rund vier Wochen ausgeführt werden.

Im «Chauffeurenhaus» auf der Eichholzstrasse 1 befindet sich eine Wohnung für Asylbewerber, deren «betagte» Küche in schlechtem Zustand ist. Der Rat folgte dem Vorschlag der BeKo, hier eine einfache neue Küche einzubauen und gleichzeitig den häufig reparaturanfälligen Boiler zu ersetzen. Der Betrag von 23 000 Franken ist bereits budgetiert. Um auf der Parzelle neben der Wirtschaft «Löwen» Parkplätze bauen zu können, schlägt die Baukommission dem Grundstückbesitzer eine Ausnahmebewilligung vor. Auf diese Weise kann darauf verzichtet werden, den gültigen Gestaltungsplan Dorfplatz Messen ausserhalb einer Ortsplanrevision aufzuheben.

Neun Bewerbungen

Die Anmeldefrist für Ausschreibung eines Bauverwalters läuft am 17. Februar ab. Der Rat legte bereits das weitere Vorgehen zur Ermittlung der Stelleninhaberin oder des Stellinhabers fest. Eine Vorselektion der Bewerbungen wird das aus Marianne Meister und Bernhard Jöhr bestehende Präsidium vornehmen. Zur Beurteilung der Vorstellungsgespräche wird ein Wahlausschuss eingesetzt, der aus der Gemeindepräsidentin plus Vize, zwei Gemeinderäten, die ihre Amtszeit in der kommenden Legislatur fortsetzen wollen, und je einer Vertretung aus der Betriebs- und der Flurkommission bestehen. «Für die Bauverwaltung als Dreh- und Angelpunkt in unserer Gemeinde wollen wir eine breit abgestützte Entscheidung», war sich der Rat einig.