Gemeinderat
Gerlafingen: Fast ausgeglichenes Budget und mehr Ressourcen für das Sekretariat

Der Gemeinderat Gerlafingen stockt das Pensum des Schulsekretariats auf.

Marlene Sedlacek
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Ansicht von Gerlafingen.

Ansicht von Gerlafingen.

Oliver Menge

Die beiden Bereiche des Schulsekretariats in Gerlafingen sind permanent überlastet. Im Bereich Personelles, ein 50 Prozent Pensum, sind 86 Überstunden und 64 Stunden unbezogene Ferien aus den Vorjahren aufgelaufen. Weitere Überstunden wurden bereits ausbezahlt. Auch im Bereich Schüler, Schülerinnen und allgemeine Administration mit einem Pensum von 80 Prozent hat die Sekretärin 46 Überstunden angehäuft.

Der derzeitige Stellenetat der Gemeinde liegt um rund 45 Stellenprozente unter den Empfehlungen des Verbands der Solothurner Einwohnergemeinden (VSEG) und der Schulleiterinnen und Schulleiter (VSLSO). Hauptschulleiter Pascal Hunziker beantragte deshalb beim Gemeinderat eine Erhöhung der Pensen um insgesamt zehn Prozent. Er ist sich zwar bewusst, dass dies immer noch weit unter dem von den Behörden vorgeschlagenen Minimalpensum ist, es würde die Situation jedoch markant entschärfen, meinte er.

Was als Ungewissheit dazukommt ist, dass die Sekretärin im Bereich Personelles per Ende Jahr gekündigt hat. Sie habe sehr speditiv gearbeitet, wusste Hunziker. Ob eine neue Person dieses Tempo bei derselben Qualität einhalten könne, sei nicht garantiert. Regula Jordi (SP) bezweifelte, dass eine Erhöhung um nur zehn Prozent eine Entspannung bringe. Sie befürchtet eine Qualitätseinbusse oder weitere personelle Abgänge.

Thomas Wenger (SVP) gab zu bedenken, dass die Kosten für die Schule wegen einer zusätzlichen Klasse so schon steigen würden. Er schlug vor, es mit zehn Prozent zu versuchen und abzuwarten, wie sich die Situation mit der neuen Person entwickeln werde. Schliesslich stimmte der Rat mit sechs zu fünf Stimmen dem Antrag von Jordi zu, das Pensum um 30 Prozent zu erhöhen.

Finanzplan ist optimistischer als Budget

Das Budget sah nach der ersten Lesung und der Beratung durch die Finanzkommission einen Verlust von 132'402 Franken vor. Ein Betrag, der laut Finanzkommissionspräsident Stephan Baschung vertretbar ist. Die Steuern wurden um 330'000 Franken höher angesetzt als im letzten Jahr.

Man habe den Fiskalertrag in der Vergangenheit immer etwas zu tief budgetiert, erklärte Gemeindeverwalterin Marlise Tüscher. Diesmal habe man die Beträge mit Zahlen der Vorjahre verifiziert. Deshalb sei eine solche Erhöhung ohne schlechtes Gewissen zu verantworten, so Tüscher weiter. Nach diversen Korrekturen gegen unten im Bereich Unterhalt von Werkhof, Schul- und Sportanlagen und der Aufstockung des Pensums des Schulsekretariats blieb ein Defizit von rund 33'000 Franken.

Auch die Investitionsrechnung, die Nettoinvestitionen von über 3 Mio. Franken vorsah, konnte um etwa 235'000 Franken reduziert werden. Dies auch mit Blick auf den Finanzplan, der viel bessere Zahlen zeigt, als das Budget tatsächlich aufweist.

Die langwierige Suche nach einem neuen Bauverwalter hat endlich ein Ende gefunden. Gemeindepräsident Philipp Heri (SP) freute sich, mit Toni Ast eine valable Person präsentieren zu können. Einstimmig wurde Ast vom Gemeinderat ins Amt gewählt. Er wird ab 1. Januar 2022 Ewald Kaiser ablösen, der in Pension geht.

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