Deitingen

Gemeinderat erhöht Pensum für die Schulführung

Die Pensen fürs Schulsekretariat und die Schulleitung werden aufgestockt. (Archiv)

Die Pensen fürs Schulsekretariat und die Schulleitung werden aufgestockt. (Archiv)

Die Schulleitung hat übermässig viele Überstunden geleistet. Nun korrigiert der Gemeinderat von Deitingen die Pensen der Schulleitung sowie des Schulsekretariats.

«220 Überstunden – das darf einfach nicht sein», erklärte Toni Ziegler, Ressortleiter Bildung, an der Deitinger Gemeinderatssitzung. Die Überstunden gehen auf das Konto der Deitinger Schulleitung. Weil das Schulsekretariat – eine wichtige Unterstützung von Schulleiterin Barbara Emch – bisher nur zu einem Jahrespensum von 20 Prozent angestellt war, musste die Schulleiterin viele administrative Aufgaben selbst wahrnehmen. Weitere Gründe für die Überzeit sind die vermehrte Aufgabenausweitung und die Forderungen, die vonseiten des Kantons an die Schulleitung gestellt wurden. Aufgrund dessen häufte sich bei der zu 65 Stellenprozent angestellten Schulleiterin ein beträchtliches Mass an Überstunden an.

Damit diese in Zukunft die wichtigen operativen Führungsaufgaben, die das Amt der Schulleiterin mit sich bringt, wahrnehmen kann, müsse eine Lösung her. Als ersten Schritt schlug Toni Ziegler vor, das Pensum der Schulsekretärin zu erhöhen. «Auf diese Weise kann eine bessere Entlastung der Schulleitung gewährleistet werden.»

Trotzdem – darin ist sich der Gemeinderat einig – muss auch das Pensum der Schulleitung aufgestockt werden. Denn auch ein Vergleich mit Schulen von ähnlicher Grösse zeigte: Das Pensum der Deitinger Schulleitung und des Schulsekretariats ist um rund 20 Stellenprozente zu niedrig. Letztlich wurde der Antrag, das Pensum des Schulsekretariats von bisher 20 auf neu 35 Stellenprozente und das Pensum der Schulleitung von bisher 65 auf neu 70 Stellenprozente zu erhöhen, vom Gemeinderat einstimmig angenommen. 

Doch was passiert mit den bereits geleisteten Überstunden? Ein Abbau sei bei dieser hohen Anzahl an Überstunden eher schwierig zu realisieren, so Ziegler. Nach einigen Diskussionen kommen die Räte zum Schluss, dass der Schulleiterin rund 200 Überstunden ausbezahlt werden; der Rest werde sie auf ihre eigene Kappe nehmen müssen, da eine Führungsfunktion Überstunden mit sich bringe.

emeindepräsident Bruno Eberhard fasste zusammen: «Wir wissen, dass die Pensenerhöhung sowie auch die Überstundenauszahlung finanziell einschenken. Trotzdem haben wir gegenüber unseren Angestellten diesbezüglich eine Verantwortung wahrzunehmen. Bei dieser Angelegenheit dürfen wir uns von unserer finanziellen Situation nicht
beeinflussen lassen.»

Wegkosten zahlt Gemeinde

Im Mai gab das Amt für Soziale Sicherheit (ASO) des Kantons ein Merkblatt heraus, das für einigen Wirbel gesorgt hatte. Darin empfiehlt das ASO, die bis anhin von der Gemeinde getragenen Kosten für die Wegzeit der Spitex auf den Klienten abzuwälzen. Um eine tarifliche Gleichstellung der Einwohner im Einzugsgebiet der gleichen Spitex zu gewährleisten, so im Merkblatt des ASO weiter ausgeführt, soll eine wegzeitunabhängige Wegkostenpauschale von 6 Franken pro Tag und Klient erhoben werden.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erachtet diese Empfehlungen des ASO allerdings als rechtswidrig. Die maximale Patientenbeteiligung bei den Wegkosten werde mit den geforderten 6 Franken täglich nämlich überschritten. Erlaubt sind 20 Prozent des höchsten Beitrages (Fr. 15.95) aus der obligatorischen Krankenversicherung.

Bei der Spitex Deitingen handle es sich um einen gemeinnützigen Verein mit einer Leistungsvereinbarung mit der Gemeinde, weshalb der Gemeinderat bei dieser Entscheidung das Recht zur Mitsprache hatte. Der Rat entschied sich einstimmig dafür, den Empfehlungen des Kantons nicht nachzukommen und die Wegkostenpauschale nicht auf die Patienten und Patientinnen der Spitex abzuwälzen.

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