Gemeinderat
Das Budget von Kriegstetten weist einen kleinen Ertragsüberschuss und viele Investitionen aus

Der Gemeinderat Kriegstetten genehmigte das Budget für 2022. Es zeigt wenig Veränderungen im Vergleich zu den letzten beiden Jahren.

Rahel Meier
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In Kriegstetten wird eine unterirdische Entsorgungsstelle gebaut.

In Kriegstetten wird eine unterirdische Entsorgungsstelle gebaut.

Alex Spichale / BAD

Der Gemeinderat von Kriegstetten darf an der ­Gemeindeversammlung ein Budget präsentieren, das bei einem Gesamtaufwand von 6,374 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 6,47 Mio. einen Ertragsüberschuss von 96000 Franken aufweist. Verglichen mit der Rechnung des letzten Jahres zeigt das Budget kaum grosse Veränderungen auf.

Etwas teuerer als bisher wird der Bereich Bildung und das sowohl im Bereich der Volks- als auch der Sekundarschule. Der Gemeinderat hofft zudem, dass die Krebskilbi 2022 wieder durchgeführt werden kann: Der Betrag dafür ist im Budget enthalten.

Auch der Bereich Soziale Sicherheit weist eine deutlich Kostensteigerung aus. Die Gemeinde rechnet zudem mit einer Zunahme des Steuersubstrates.

Mehr Investitionen als in den letzten Jahren

Die Investitionen liegen im kommenden Jahr bei fast einer Million Franken und sind damit so hoch, wie seit Jahren nicht mehr, wie Gemeindepräsident Simon Wiedmer bemerkte. In der letzten Sitzung genehmigte der Gemeinderat Kriegstetten einige dieser Investitionen.

So soll die Wasserleitung in der Kürzemattstrasse, die mit ihren 60 Jahren ihre Lebensdauer erreicht hat, saniert werden. Gleichzeitig wird die Elektroversorgung entflochten und abschliessend ein neuer Deckbelag aufgebracht. Die Investitionen belaufen sich auf total 620000 Franken.

Umrüsten auf LED-Licht

Rund die Hälfte der Strassenlampen ist bereits auf LED umgerüstet. Nun sollen auch die restlichen 153 Leuchten umgerüstet werden. Dafür wird ein Kredit von 75000 Franken budgetiert.

Weitere 72000 Franken werden für den Kanalunterhalt und die Zustandskontrolle eingesetzt. Normalerweise sollten die Leitungen alle zwei bis vier Jahre kontrolliert werden. Die letzte Kontrolle in Kriegstetten ist aber bereits zehn Jahre her, wie Pascal Ritter (Ressort Bau) im Gemeinderat bemerkte.

Als letztes ging es um die neue unterirdische Entsorgungsstelle. Diese soll bei den gemeindeeigenen Parkplätzen beim Coop erstellt werden. Danach stehen sechs unterirdische Container zur Verfügung. Was künftig entsorgt werden kann, ist nicht abschliessend definiert. Das Angebot solle mindestens gleich bleiben wie heute.

Neu gibt es Mahngebühren für säumige Zahler

Der Gemeinderat stimmte weiter dem totalrevidierten Steuerreglement zu. Dieses wird der Gemeindeversammlung vorgelegt und ist bereits vom Kanton vorgeprüft. «Das Reglement ist mehr als 20 Jahre alt. Die Überarbeitung war nötig», so der Gemeindepräsident. Mit dem Reglement kann die Gemeinde Kriegstetten künftig Mahngebühren verlangen. Die Zahl der Mahnungen habe in den letzten Jahren zugenommen, weshalb die Gebühren Sinn machen ­würden.

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