Kriegstetten

Gemeinderat bleibt bis Ende Legislatur zu viert

Manfred Küng.

Manfred Küng.

Es schien, als würde die misslungene Ausschreibung für den zweiten Wahlgang Gemeinderatsersatz an der Kriegstetter Gemeinderatssitzung ohne Wort zur Kenntnis genommen.

Gemeindepräsident Manfred Küng stellte zu Beginn mit einem Schmunzeln fest, dass der Gemeinderat nach wie vor beschlussfähig ist, obwohl ein Mitglied entschuldigt abwesend war. Aus dem Dreier-Rumpfgemeinderat meldete sich mitten in den Verhandlungen aber doch noch Simon Wiedmer zu Wort, der nachträglich ein Traktandum Gemeinderat verlangte.

Der Gemeindepräsident wies ihn darauf hin, dass ein Antrag fehle, oder ob er eine Zwangsverpflichtung einer Person in den Gemeinderat beantragen wolle. Das war nicht der Fall. Man war sich einig, dass dies nicht der richtige Weg sei. Wenn sich jemand trotzdem noch für den vakanten Gemeinderatssitz interessiere, kann man die Person immer noch mit der Zwangsmöglichkeit verpflichten. Ansonsten wird der Gemeinderat bis Ende Legislatur 2017 zu viert entscheiden. Der Gemeindepräsident liess durchblicken, dass auch die Möglichkeit einer Reduktion des Gemeinderates diskutiert werden könnte.

In den Geschäften befasste sich der Gemeinderat unter anderem mit einem Antrag für einen Landabtausch. Die Besitzer einer Liegenschaft an der Grenze zu Landwirtschaftsland haben einen für einen Neubau unbrauchbaren Spickel Bauland. Nun möchten sie diesen Spickel mit Landwirtschaftsland westlich ihrer Liegenschaft abtauschen, um darauf mit einem Anbau ans Haus eine zweite Wohnung erstellen zu können. Dabei soll die gleiche Fläche Land ein- und ausgezont werden. Das beanspruchte Land steht den Besitzern bereits heute zum Gebrauch zur Verfügung. Gemeinderat Thomas Affolter wies auf den langwierigen Weg für diesen Landabtausch hin, welcher von den Besitzern finanziert werden müsse. Nach einer Vorprüfung beim Kanton folgt eine öffentliche Mitwirkung. Danach muss der Gemeinderat das Gesuch entscheiden und öffentlich auflegen. Nach einer erneuten Genehmigung durch den Gemeinderat muss das kantonale Raumplanungsamt und anschliessend der Regierungsrat Zustimmung erteilen. Vorabklärungen beim Amt für Raumplanung hätten ergeben, dass das Vorhaben bewilligungsfähig sei, auch weil bereits ein Nutzungsrecht bestehe. Der Gemeinderat stimmte dem Gesuch einstimmig zu.

Meistgesehen

Artboard 1