Wasseramt
Gemeindepräsidenten haben von «eUmzug» noch nicht gehört

Die Gemeindepräsidenten des Wasseramtes haben sich an ihrer Konferenz (GPKW) in Biberist über das Projekt «eUmzug» informieren lassen. Es soll den Umzug erleichtern.

Rahel Meier
Drucken
Teilen
Dank «eUmzug» soll das Umziehen einfacher werden.

Dank «eUmzug» soll das Umziehen einfacher werden.

Shutterstock

«E-Government» ist ein Begriff, der in den letzten Jahren immer häufiger zu hören und zu lesen ist. Im landläufigen Sinn versteht man darunter die Kommunikation zwischen Behörden oder zwischen Behörden und Bürgern mithilfe von digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien. «eUmzug» ist ein Teilprojekt davon.

Damit soll es den Einwohnerinnen und Einwohnern ermöglicht werden, sich bei einem Umzug elektronisch in der alten Wohngemeinde ab- und in der neuen anzumelden, ohne dass man sich persönlich während der üblichen Öffnungszeiten in der Einwohnerkontrolle melden muss. Sechs Pilotgemeinden werden das System testen. Schon im nächsten Jahr soll es im ganzen Kanton eingeführt werden.

«Noch nie davon gehört»

Die Gemeindepräsidenten nahmen dies mit einigem Erstaunen zur Kenntnis. Die meisten haben von diesem Vorhaben des Kantons bisher nichts gehört. Deshalb wurde im Budget für 2018 auch kein Betrag für die Umsetzung budgetiert. Hardy Jäggi erklärte, dass man in Recherswil zuerst einmal gar nichts in dieser Richtung unternehmen werde. Er kritisierte die Kommunikation der zuständigen Stelle, die es verpasst habe, rechtzeitig zu informieren. Stefan Hug-Portmann (Biberist) war der Einzige, der sich bereits mit «eUmzug» beschäftigt hat. «Wir wollten das System aufschalten», meinte er. Aber wenn Biberist die einzige Gemeinde ist, die dies anbietet, mache es keinen Sinn.

Tatsächlich kennen erst vier Kantone in der Schweiz «eUmzug», wie Martin Rüfenacht (Präsident GPKW, Horriwil) anmerkte. Die Einführung sei keine Hexerei, erklärte er weiter. Es müsse nur eine spezielle Schnittstelle in der Gemeindesoftware implementiert werden. Den grössten Teil der Kosten übernehme der Kanton, so Rüfenacht weiter. Die Gemeinden müssten einzig das Aufschalten finanzieren.

Armin Glutz (Pensionskasse Solothurn) informierte über die Anpassungen der Pensionskasse per 1. Januar 2019. Es geht dabei vor allem um den Umwandlungssatz, der auf 5,5 gesenkt wird. Die Pensionskasse stehe heute gut da, so Glutz. Sie weise einen Deckungsgrad von 108 Prozent auf. Zudem erarbeite man, auch gemeinsam mit den Mitgliedern der Verwaltungskommission, eine neue Strategie. Man habe viele Herausforderungen zu meistern. Eine davon sei sicher die immer höhere Lebenserwartung. Gleichzeitig nehme die Renditeerwartung stetig ab.

Aktuelle Nachrichten